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Ostholstein Lärmschutz: Beirat fordert mehr Zeit ein
Lokales Ostholstein Lärmschutz: Beirat fordert mehr Zeit ein
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20:13 15.06.2017
„Lärmschutz betrifft neben der Schiene auch die A 1.Thomas Keller Sprecher Projektbeirat
Oldenburg

Übergesetzlicher Lärmschutz für die Schienenanbindung der festen Fehmarnbeltquerung war bei der 25. Sitzung des Dialogforums in Oldenburg das Thema. Die Deutsche Bahn drückt aufs Tempo. Sie möchte dem Zeitplan folgend die Planfeststellungsunterlage im Herbst 2017 einreichen. Für den Projektbeirat des Dialogforums geht das zu schnell, um die konkreten Forderungen für übergesetzlichen Lärmschutz an der Trasse zu erarbeiten – zumal hierfür auch noch wichtige Informationen der Bahn fehlen, wie beispielsweise die Anzahl der Züge, die auf der zweigleisigen Trasse rollen werden.

Projektbeiratssprecher Thomas Keller fordert weiterhin, dass die Bahn warten möge, bis alle Ausarbeitungen des Beirates eingeflossen seien, um erst dann in die Planfeststellung zu starten. Den Zeitplan der Deutschen Bahn bewertet auch die Allianz gegen eine feste Fehmarnbeltquerung kritisch. Horst Weppler vom Kreis Ostholstein sagte: „Der Zeitplan muss zum Erfolg führen.“ Keller befürchtet aber: „Möglicherweise kommt das Thema zusätzlicher Lärmschutz so erst in der zweiten Anhörungsphase der Planfeststellung auf den Tisch.“ Dies sieht er durchaus problematisch. Auch, weil der übergesetzliche Lärmschutz an der Trasse zwischen Fehmarn und Bad Schwartau nicht allein Angelegenheit der Deutschen Bahn sei. Keller führte gegenüber den LN aus: „Lärmschutz betrifft ja auch die Autobahn 1.“ Es sei wichtig, dass die Lärmschutzplanungen parallel mit denen der Straße aufeinander abgestimmt würden.

Bisher habe der Projektbeirat von der Bahn auch nicht erfahren, was der gesetzliche Lärmschutz als Basis der Überlegungen alles umfasse. Bad Schwartaus Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann forderte die Bahn daher auf, die Kosten des gesetzlichen Lärmschutzes aufzuzeigen sowie die Kosten für den bisher geforderten übergesetzlichen Lärmschutz. Die Bahn sagte zu, dass sie bis 30. Juni die Daten vorlegen werde. Keller dazu: „Das ist sehr positiv. Dennoch benötigen wir mehr Zeit, da wir beispielsweise bis heute nicht wissen, wie der gesetzliche Lärmschutz an der Trasse ausfällt.“

Zum Thema übergesetzliche Lärmschutzforderungen sagte der Bahnvertreter: „Wir können nichts dazu sagen, so lange wir nicht wissen, wie diese Forderungen exakt ausfallen.“ Augenblicklich wird der Katalog vom Kreis überarbeitet. Bis zur Einreichung der Planfeststellungsunterlage müssen beide Seiten noch viel leisten.

Peter Mantik

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