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Ostholstein Land will bei Rettung der Eishalle helfen
Lokales Ostholstein Land will bei Rettung der Eishalle helfen
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11:45 10.09.2017
In Timmendorf muss die Eissport- und Tennishalle dringend saniert werden, um den Eishockey- Spielbetrieb weiter aufrecht erhalten zu können. Quelle: John Garve
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Das Geld kommt aus dem Sport-Fördertopf, den die Kieler Jamaika-Koalition gleich nach ihrem Amtsantritt in diesem Juni aufgelegt hat. Für sieben Millionen Euro daraus soll das Holstein-Stadion in Kiel nach dem Aufstieg des dortigen Fußballvereins zweitligatauglich gemacht werden. „Acht Millionen davon können wir noch ausgeben“, sagt Günther im LN-Interview. Und man wisse, dass auch in der Region Lübeck Bedarfe bestehen würden, um überregional bedeutsame Sportstätten zu sanieren, „beispielsweise bei der Eishockeyanlage in Timmendorfer Strand oder dem Leistungszentrum der Ruderer in Ratzeburg“. Er sei sich daher „sehr sicher, dass auch mehrere Millionen aus diesem Topf in die Region Lübeck fließen werden“, betonte der Ministerpräsident.

In Timmendorf muss die Eissport- und Tennishalle dringend saniert werden, um den Eishockey- Spielbetrieb weiter aufrecht erhalten zu können. 8,3 Millionen Euro soll das kosten. Zuletzt hatten sich im Februar bei einem Bürgerentscheid in Timmendorf 83 Prozent der Abstimmenden für den Erhalt der Halle ausgesprochen. Die Gemeinde, der die Halle gehört und die die Sanierung oder einen Neubau bezahlen muss, hatte bisher noch keine Fördermittel in Aussicht. In der Ruderakademie in Ratzeburg hofft man schon lange darauf, mehr Unterbringungsmöglichkeiten für die Sportler schaffen und eine größere Küche, neue Lehr- und Trainigsräume sowie zusätzliche Bootshallen bauen zu können.

Die Jamaika-Koalition in Kiel sei insgesamt sehr erfolgreich gestartet, sagt Günther. Er hält ein solches Bündnis nach der Wahl am 24. September auch im Bund für möglich. Ein erster Schwerpunkt für die Regierungsarbeit im Norden: Die schnellere Digitalisierung samt Breitbandausbau auch in allen ländlichen Regionen bis zum Jahr 2025. Außerdem sollen alle Planungsabteilungen verstärkt werden, im Verkehrs- und Hochschulbereich zum Beispiel, um die vielen Förder-Millionen, die es derzeit gibt, auch wirklich investieren und verbauen zu können. Bei Großprojekten sollten zudem die Bürger mit ihren Sorgen früher als bisher mit einbezogen werden, sagt der Ministerpräsident. Das Universitätsklinikum UKSH soll binnen weniger Jahre entschuldet werden.

An die Lübecker Politik appelliert Günther, im Land mit breiterer Brust aufzutreten. Dem neuen Bürgermeister oder der neuen Bürgermeisterin riet er, nach der Wahl am 5. November „die Schönheit und die wirtschaftliche Kraft Lübecks mit noch mehr Selbstbewusstsein nach außen zu vertreten“. Lübeck sei „so eine geile Stadt“. Und: Sie sei „viel schöner als Kiel.“ Wolfram Hammer

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