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Ostholstein Landkreistag: Sager bleibt Chef
Lokales Ostholstein Landkreistag: Sager bleibt Chef
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20:26 09.09.2016
Die Führungsriege des Deutschen Landkreistages: Joachim Wagner (Landkreis Tübingen), Rolf Christiansen (Ludwigslust-Parchim), Reinhard Sager (Ostholstein), Frank Vogel (Erzgebirgskreis), Hans-Günter Henneke (Geschäftsführer), Bernhard Reuter (Göttingen). Quelle: Susanne Peyronnet

Seit dem Frühjahr 2014 steht Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) als Präsident an der Spitze des gerade 100 Jahre alt gewordenen Deutschen Landkreistages. Nach dem Festakt zu diesem Jubiläum (die LN berichteten) folgte gestern die Jahresversammlung des Vereins Deutscher Landkreistag. Reinhard Sager trat erneut für die Präsidentschaft an und wurde einstimmig wiedergewählt. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Es war eine Sache von wenigen Minuten: Das Präsidium schlage die Wiederwahl vor, sagte Prof. Hans-Günter Henneke, Geschäftsführendes Präsidialmitglied des Deutschen Landkreistages. Gewählt wurde per Handzeichen. Sager stehen die Landräte aus Ludwigslust-Parchim, Göttingen und Tübingen sowie neu aus dem Erzgebirgskreis als Vizepräsidenten zur Seite.

Als Präsident hat Sager die Agenda für seine zweite, wiederum zweijährige Amtszeit vorgegeben. „Für die Bundestagswahl 2017 wollen wir uns auf die Entwicklung des ländlichen Raumes konzentrieren“, kündigte Hennecke an.

Die Präsidentschaft ist ein Ehrenamt. Dafür, sagt Sager, arbeite er weitgehend dank moderner Kommunikationstechnik von Eutin aus. Seine Lobbyarbeit aber leistet die Interessenvertretung der Landkreise in Berlin. In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat Sager sechs Mal bei Kanzlerin Angela Merkel gesessen, ein siebtes Mal folgt Ende des Monats. Es war jeweils eine kleine Runde, die dort über das wichtigste Thema von Sagers Präsidentschaft sprach: die Flüchtlinge, ihre Unterbringung und Integration. Bei den Gesprächen dabei sind stets die drei Präsidenten und die drei Hauptgeschäftsführer der drei kommunalen Spitzenverbände Deutscher Landkreistag, Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutscher Städtetag.

Es war eine der intensivsten Amtszeiten in der Geschichte des Vereins, die er an der Spitze des Landkreistages erlebte, sagt Sager. Das hätten ihm alle Wegbegleiter bescheinigt. Die Flüchtlingsfrage trieb die Gremien auf allen Ebenen um. „Wir waren die ersten, die eine Atempause angemahnt haben“, erinnert er sich. In den Gesprächen mit der Kanzlerin, bei der Lobbyarbeit für die Kreise und Kommunen mit den Adressaten Bundesregierung und Bundestag, seien eine ganze Reihe praktischer Vorschläge erörtert worden, die zu Entlastungen für die Kommunen geführt hätten. So seien Mehrkosten für die soziale Absicherung vom Bund übernommen worden, ab 2017 werde die kommunale Familie erneut um fünf Milliarden Euro bei den Kosten für die Flüchtlinge entlastet. Geld, das den Kreisen, aber auch Städten und Gemeinden zugute kommt. „Wir kämpfen für die kommunalen Interessen insgesamt“, definiert Sager seinen Auftrag und den des Deutschen Landkreistages.

Bisweilen wird ihm vorgehalten, er solle seine Arbeitskraft lieber für Ostholstein einsetzen. Das kontert Sager so: „Der Kreis wird mittelbar begünstigt, wenn ich Kreisinteressen vertrete.“ Und: „Im Bundesgebiet wird durch mein Amt immer wieder der Name Ostholstein in den Vordergrund gerückt.“

sas

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