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Ostholstein „Landos“ Spürnase findet Jungen
Lokales Ostholstein „Landos“ Spürnase findet Jungen
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21:42 29.09.2016
Seit einem Jahr spürt der Tschechoslowakische Wolfshund „Lando“ zusammen mit Gernot Sieger Personen auf. Quelle: Zill

Tatsächlich fanden sie das Kind und konnten es zu seiner überglücklichen Mutter zurückbringen.

„Wir haben am Strand geübt“, berichtet Hundeführer Gernot Sieger (52) von der Organisation Mantrailer-West aus Köln, „das war ein gemeinsames Seminar mit Einsatzkräften von Mantrailer-Nord aus Hamburg.“ Plötzlich wurden die Hundeführer Sieger und Klaus Hintze (50) in den auffälligen gelben Westen von einer aufgelösten Frau angesprochen, die um Hilfe bat: Ihr kleiner Sohn war verschwunden.

„Wir wollten nach einer Fahrradtour noch kurz die Füße ins Wasser halten“, sagt die 42-jährige Urlauberin. Während sie noch die Fahrräder nahe eines Spielplatzes angeschlossen habe, sei ihr Sohn blitzschnell zum Strand gelaufen und dann unauffindbar gewesen. „Dann habe ich die Leute in den gelben Westen gesehen und gedacht, dass sie auf irgendeine Weise für die Strandsicherheit zuständig wären. Dass sie nur eine Übung gemacht haben, wusste ich nicht.“

Die Seminarteilnehmer hätten sich sofort rührend um sie gekümmert, erklärt die Mutter. Sie habe noch die Schuhe ihres Sohnes in der Hand gehabt. „Die haben wir dann als Geruchsträger für die Hunde genutzt“, so Sieger, der seinem Hund „Lando“ sofort das Kommando zur Suche gab. Wie lange „Lando“ und Hintzes „Sally“ nach dem Vierjährigen gesucht haben, kann die Mutter nicht sagen: „Für mich hat es sich angefühlt wie eine Ewigkeit. Mit jeder Minute wurden die Bilder von meinem inneren Auge schlimmer.“ Tatsächlich brauchten die Vierbeiner etwa eine Viertelstunde, bis sie das Kind am Strand, auf Höhe des Hauses des Kurgastes, fanden. Auch die Polizei war eingeschaltet. Doch als sie eintraf, konnte die Mutter ihren Jungen bereits wieder in die Arme schließen.

Er habe nur einen Freund gesucht, um ihm zu sagen, dass er jetzt auch am Strand sei: So erklärte der Junge seiner Mutter gegenüber seinen Ausflug. „Als die Hunde ihn fanden, war er offenbar schon wieder auf dem Rückweg“, sagt sie. Die 42-Jährige ist heilfroh über den glücklichen Ausgang dieses Abenteuers und dankt den Mantrailern von ganzem Herzen: „Ich habe mich so sehr über die Unterstützung gefreut und darüber, dass diese Leute sofort ohne zu zögern geholfen haben.“ Auch Sieger ist froh, dass die Suche ein glückliches Ende nahm. „Ich war immens erleichtert und auch ein wenig stolz“, sagt er.

 latz/bz

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