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Ostholstein Landtagswahl 2017: CDU setzt auf Peer Knöfler
Lokales Ostholstein Landtagswahl 2017: CDU setzt auf Peer Knöfler
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12:57 03.03.2016
„Ich bin überwältigt“, so Peer Knöfler kurz nach der Bekanntgabe seiner Wahl. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Diesen Weg wollten neben Knöfler auch Dr. Jan Andresen aus Neustadt, Rainer Holtz aus Schashagen und Jens Junkersdorf aus Oldenburg einschlagen. Doch daraus wird nichts. Während Andresen und Holtz lediglich 20 Stimmen erhielten, bekam Junkersdorf 34. Das waren deutlich zu wenig.

Ein Wahlgang, 80 von 154 Stimmen, die absolute Mehrheit: Dienstagabend um 21.20 Uhr war die Kandidatensuche der Ostholsteiner CDU im Nordkreis entschieden.

Nächstes Jahr zählt es

Am 7. Mai 2017 wird der neue Landtag in Schleswig-Holstein gewählt.

Bei der Wahl im Jahr 2012 unterlag der CDU-Kandidat Rasmus Vöge mit 40,8 Prozent knapp gegen SPD-Mann Lars Winter. Dieser erhielt 41,3 Prozent. Im Süden Ostholsteins gewann Hartmut Hamerich (CDU/38,7 Prozent) gegen Sandra Redmann (SPD/37,8 Prozent).

„Ich bin überwältigt. Ich bin nur ein Statist, der getragen werden muss und auf Input von Ihnen angewiesen ist“, sagte ein sichtlich überraschter Knöfler kurz nach der Bekanntgabe des Ergebnisses in der Grömitzer „Strandhalle“. Zuvor hatte er sich, ebenso wie die anderen Kandidaten, knapp zehn Minuten lang vorgestellt. Dabei machte er deutlich, dass er der Nachfolger von SPD-Politiker Lars Winter (siehe Kasten) werden möchte, der den Norden Ostholsteins aktuell in Kiel vertritt. Knöfler scheute sich nicht seine „Beharrlichkeit bei der Verfolgung von Zielen“ mit denen des Bürgerrechtlers Martin Luther King zu vergleichen. Darüber hinaus schilderte er den CDU-Mitgliedern seinen Werdegang: Geboren am 25. März 1968 in Hamburg, Vater dreier Kinder, gelernter Kfz-Mechatroniker, Studium in Paderborn und Hamburg, Oberstudienrat an der Beruflichen Schule in Eutin.

In Bezug auf seine mögliche Arbeit als Politiker im Landtag sieht sich Peer Knöfler als Mensch, der seine Heimat kennt, Kontakte nutzen und Initiativen aufgreifen möchte. „Ich will die Kommunen nachhaltig vertreten, ein politischer Dienstleister sein“, betonte er. Dabei gehe es ihm nicht darum, Kommunen und den Kreis gegeneinander auszuspielen, wie es im Bereich der Finanzen geschehe. Als Schwerpunktthemen gab er die Bereiche Tourismus, Wirtschaft, Verkehr und Bildung an.

Bei der Mehrheit der Stimmberechtigten kam dies an. Ingo Gädechens, Bundestagabgeordneter aus Ostholstein, gab Peer Knöfler zu verstehen, dass die Arbeit nun erst richtig losgehe. „Ab heute ist Wahlkampf. Es geht darum, die Menschen von sich und von der CDU zu überzeugen“, so Gädechens.

Kampfeslustig war auch der Auftakt der Wahlveranstaltung. Ingo Gädechens feuerte kräftig gegen Lars Winter. Dessen Kandidatur um den Bürgermeisterposten in Plön bewertete Gädechens als „eindeutiges Indiz, dass der SPD-Abgeordnete Winter nicht mit ganzem Engagement und Herzblut für diesen Landkreis gearbeitet hat“. Man benötige viel mehr einen Landtagsabgeordneten, der sich kümmere — so wie einst Klaus Klinkhammer aus Gremersdorf.

Von Sebastian Rosenkötter

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