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Ostholstein Lars Käker – Grenzgänger des Porträts
Lokales Ostholstein Lars Käker – Grenzgänger des Porträts
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21:25 11.01.2018

Es ist eine Wiederbegegnung nach seiner viel beachteten Ausstellung „Heimspiel“ vor vier Jahren in Burg. Damals fand es in der kleinen „Insel-Galerie“ in seinem Burger Elternhaus statt. Diesmal ist Käker aber im großen „Senator- Thomsen-Haus“ zu Gast – wo er schon einmal 1993 ausstellen konnte.

Zuletzt zeigte Lars Käker 2014 Porträts auf Fehmarn. Quelle: Foto: Schwennsen

Geplant ist die dortige Sommerausstellung vom 6. Juli bis 19. August im Rahmen der „30. Burger Kunsttage“. Für die LN gibt Imke Ehlers, die die Ausstellung im Ernst-Ludwig-Kirchner-Verein Fehmarn betreut, einen ersten Überblick über ihre Planungen.

Der Titel „Lars Käker – Ein Grenzgänger des Porträts“ ist von ihr ganz bewusst gewählt. Denn der Künstler bildet die Menschen, die er porträtiert, nicht nur fotorealistisch ab. Sondern er malt ihr Wesen, entdeckt und beleuchtet ihre Persönlichkeiten – auf großen und übergroßen Leinwänden, immer wieder zusammengefasst als Serie.

Das Besondere daran ist: Käker konzentriert sich auf Menschen, die selten im Zentrum der Öffentlichkeit stehen. Er malt Menschen, die sich selbst keine Öl-Bilder leister können. Zum Beispiel Dorfbewohner in der Serie „Das Dorf“, Müllmänner unter dem Titel „Müllwerk“ oder Kinder, die unter der Armutsgrenze leben müssen in der Serie „Bevor der Letzte das Licht ausmacht“.

Käker macht Ausgrenzungen rückgängig, porträtierte auch Obdachlose oder Gehandicapte in einem österreichischen Behindertendorf. Oder Unbekannte aus dem Internet, flüchtige Momentaufnahmen in Blogs.

Imke Ehlers: „Er porträtiert somit das Leben und die alltägliche Überlebensleistung.“

Immer wieder treibt Käker ein Spiel mit der inneren und äußeren Wahrnehmung, fordert somit den Betrachter heraus. Mit optischen Verfremdungen, farblichen Eingriffen und ungewöhnlichen Bildausschnitten stellt er Sehgewohnheiten auf den Kopf.

Ehlers betont: „Sein detaillierter Blick auf den Menschen ist nicht nur kritisch, sondern immer auch und vor allem liebevoll. Denn nur so ist es ihm möglich, in seinen Bildaussagen auch ironisch grotesk zu sein.“

Als Premiere zeigt die geplante Ausstellung zudem Käkers „Work in Progress“ zum Thema Ernst Ludwig Kirchners weiblicher Akt 2.0. Über einen zweiten Ausstellungsteil wird noch verhandelt.

Weitere Infos gibt es im Internet auf www.kirchnervereinfehmarn.de

Von Gerd-J. Schwennsen

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