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Ostholstein Last-Minute-Entscheidung für Treppenmaterial
Lokales Ostholstein Last-Minute-Entscheidung für Treppenmaterial
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21:16 09.12.2015
Hier soll der Weg vom Bahnhof über eine geschwungene Treppe aus Bockhorner Klinker stadteinwärts führen. Quelle: Astrid Jabs

Das Abstimmungsergebnis war noch diskussionswarm, als die Mitglieder des Eutiner Bauausschusses in die Sitzung der Stadtvertretung gingen. Unmittelbar vor deren letzter Sitzung in diesem Jahr fand gestern eine Zusammenkunft des Fachausschusses statt: Einziger Tagesordnungspunkt war die zunächst vertagte Entscheidung zum Material für die geplante Treppenanlage am westlichen Ende der Peterstraße. Das Gremium votierte mit einer Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen für Bockhorner Klinker und folgte damit dem entsprechenden CDU-Antrag.

Der rote Belag ist in Eutin an vielen Plätzen und auch im Bahnhofsumfeld zu finden. Das war dann auch eines der Argumente, die Olaf Schmidt (CDU) für diese Präferenz seiner Fraktion anführte: „Eutin ist eine Rosenstadt, zusammen mit passender Bepflanzung gibt das ein Farbensemble besonderer Klasse“, so Schmidt. Dazu kamen die Kosten, die mit veranschlagten 154 000 Euro unter denen von Sichtbeton (157500 Euro) und Granit (197000 lagen, wobei sich dabei um Schätzwerte handelt, wie Karen Dyck als zuständige Fachdienstleiterin des Bauamtes anmerkte.

Die SPD favorisierte Granit: „Wenn schon eine Treppe, dann in wirklich edler Ausführung“, forderte Klaus Kibbel. Außerdem sei Granit leichter zu pflegen und haltbarer als Klinker. Dem pflichtete Malte Tech (FWE) bei, und mit Heiko Godow fand sich ein weiterer Fürsprecher — aus unerwarteter Richtung: „Wir bauen nicht für die LGS, das soll 30 bis 40 Jahre halten, da kann man zur Not die Zeit außer Acht lassen“, entgegnete der CDU-Politiker Einwänden, für Granit gebe es eine längere Lieferfrist. „Olaf, nicht den Kopf schütteln, ich habe eine eigene Meinung“, so Godow zu seinem Fraktionskollegen Schmidt, im Ausschuss war er allerdings nicht stimmberechtigt. Für die Grünen legte die Ausschussvorsitzende Monika Obieray Gewicht auf Graffitischutz. Die Bedenken, Klinker sei zu rutschig, konnte Karen Dyck ausräumen: „Die neuen Beläge haben größere Rauigkeitswerte.“

Astrid Jabs

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