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Ostholstein „Lebendige Adventskalender“ — Gemütlichkeit hinter den Türen
Lokales Ostholstein „Lebendige Adventskalender“ — Gemütlichkeit hinter den Türen
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13:22 21.12.2012
Auf Fehmarn bringt jeder seinen eigenen Punsch-Becher mit: Gabriele Stehr-Herwig und Nico Wohler.

Hinter der Tür mit der „18“ in der Adolf-Friedrich- Straße in Oldenburg herrscht dichtes Gedränge. Im Treppenhaus von Eveline Kehler und Daniela Kuchenbecker, der neuen Gemeindereferentin der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde, drängt sich ein gutes Dutzend Besucher. Die beiden Frauen sind an diesem Abend Gastgeber für den „Lebendigen Adventskalender“.

Nach zwei Liedern zur Einstimmung trägt Eveline Kehler ein Gedicht aus eigener Feder vor. „Advent, Advent, fünfzig Prozent“ — dieser Satz auf der Schaufensterscheibe eines Lübecker Geschäftes hatte die Oldenburgerin dazu inspiriert, sich ihre ganz eigenen Gedanken zum Advent zu machen. Weg von der Kommerzialisierung lenkte sie die Gedanken der Anwesenden auf die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfestes: die Geburt von Jesus Christus. Der, so Kehler, habe sich nicht mit 50 Prozent zufrieden gegeben, sondern habe stets 100 Prozent gegeben. Zum leckeren Kinderpunsch, zu Stollen und Keksen wird anschließend noch in ihre Küche eingeladen, man plaudert noch ein bisschen miteinander, bevor sich die Gesellschaft dann wieder verstreut.

Benno Braatz, Pastor der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Oldenburg, freut sich über die gute Resonanz auf den „Lebendigen Adventskalender“. Zwischen zwölf und 30 Personen sind zu den jeweiligen Veranstaltungen gekommen, sagt Pastor Braatz, der vor fünf Jahren die Aktion in Oldenburg initiiert hat. Zusammen mit der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirche habe sich diese ökumenische Veranstaltung zu einem festen Bestandteil der Vorweihnachtszeit entwickelt. 15 Minuten Programm, danach noch 15 Minuten gemütliches Beisammensein — so sieht der tägliche Ablauf aus.

Es geht harmonisch, besinnlich zu, „es wurde aber auch schon getanzt“, sagt Braatz und lächelt.

Stimmungsvolle internationale Tänze — das gibt es auch immer wieder auf Fehmarn. Seit Jahren lebt der „Lebendige Adventskalender“ inselweit von seiner Vielfalt. Und das tagtäglich. Mal am Presener Dorfteich, dann ganz privat in Burg bei Benigna Mackeprang in der Gartenstraße oder in der Jugendherberge. Die Herbergseltern Gabriele Stehr-Herwig und Matthias Herwig sind immer wieder für Überraschungen gut. Mexikanisches oder finnisches Flair — das hat was. Diesmal erklingt handgemachte Musik auf dem Akkordeon von Niko Wohler und LN-Redakteur Michael Kirchner.

Musik ertönt auch in der Breiten Straße 47 in Burg. Posaunenklänge stimmen die Besucher auf den „Lebendigen Adventskalender“ ein. Maren Wassermann hat mit ihrem Bläserchor einige Weihnachtslieder zum Mitsingen einstudiert — auch der Bläser-Nachwuchs ist erstmals dabei.

Das zahlt sich aus. Kinder und Jugendliche, Berufstätige und Rentner sind ins Evangelische Gemeindehaus nach Burg gekommen. Die Altersmischung stimmt — und somit auch die lockere Atmosphäre.

Verzichtet wird auf ein Treffen draußen vor der mit dem Stern von Bethlehem geschmückten Tür. Ziemlich frostig war es im Vorjahr, diesmal nutzt man den warmen Saal. Mit einer kleinen Lampe leuchtet Niko Wohler die bereitliegenden Liedtexte an seinem Tisch aus. Früher, als er zur See gefahren ist, „hatte ich die mit an Bord dabei, für alle Fälle, doch heute sind die meisten ziemlich textsicher“.

Danach gibt es eine besinnliche Geschichte, vorgetragen von Harry Brandt.

Schon wartet ein reichhaltiges Buffet. Dazu gibt es heißen Punsch, je nach Wunsch mit oder ohne Schuss. Der gemütliche Teil des Abends beginnt. Mit reichlich Klönschnack und ein wenig Vorfreude auf Weihnachten. Vielleicht trifft man sich schon am nächsten Abend wieder. Schließlich ist die Aktion auf Fehmarn längst ein Dauerbrenner.

Es wurde auch schon getanzt.“Pastor Benno Braatz

Thomas Klatt und Gerd-J. Schwennsen

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