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Ostholstein „Lebendiges Haus des Lernens“
Lokales Ostholstein „Lebendiges Haus des Lernens“
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22:15 09.09.2016
In der Aula fand der Festakt mit Gästen, Lehrerschaft und Schülern statt. Quelle: Fotos: Astrid Jabs
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Eutin

Eine Urkunde vom 28. August 1566, in der die Besoldung eines Eutiner Schulmeisters durch den Lübecker Fürstbischof garantiert wird, bezeugt die Institutionalisierung der Bildung in der Stadt, die das Voßgymnasium in diesem Jahr voll Stolz als Schulgründung feiert. Gestern fand nun nach historischer Ausstellung, Sternlauf und Ruderregatta ein Festakt in der Aula statt. Das Willkommen von Schulleiter Dr. Frithjof Löding galt einer „großen Schulgemeinschaft, einem Netzwerk“, das die Schule gegebenenfalls auch kritisch begleite und unterstütze. Folgerichtig nahm er sich die Zeit für eine wertschätzende Begrüßung der Gäste bis hin zum aktuellen Abschlussjahrgang des Gymnasiums. 450 Jahre seien ein Gebirge voll Höhen und Tiefen und entsprechend habe man für den Anlass „die Aufgabe des Tages“ in den Blick genommen. Die Festschrift rücke das „konstruktiv Lebendige“ in den Mittelpunkt. Auf 100 Seiten ist dokumentiert, was Löding als „sehr schönes, zufriedenstellendes Schulleben“ bezeichnete.

450 Jahre Voßschule in Eutin – Festakt in der Aula war Höhepunkt im Jubiläumsjahr.

Dr. Gabriele Romig vom Ministerium für Schule und Berufsbildung bescheinigte der Voß-Schule ein ausgeprägtes Wir-Gefühl und sah in ihr ein „lebendiges Haus des Lernens“, in dem jeder Schüler willkommen sei, gefordert und gefördert werde. Persönliche Verbundenheit ließ Bürgervorsteher Dieter Holst, der für die gastgebende Stadt Eutin als Schulträger sprach, in seine Worte einfließen: „Er verlässt die Anstalt, um einen Beruf zu ergreifen“ zitierte er aus seinem Zeugnis. Viele Jahre später hatte Holst als Elternvertreter noch einmal Gelegenheit, acht Jahre lang auf „seine“ Schule zu gehen. Seine Beobachtung: „Unsere Voß-Schule hat sich geöffnet.“ An einer Reihe von Beispielen zeichnete er nach, „dass der Ort, an dem Schule stattfindet, spannend sein kann“. Bei aller Veränderung sei er überzeugt, dass 450 Jahre Schule in Eutin nachwirken und dass „Tradition Einfluss hat“.

Welche Bedeutung das Gymnasium heute hat, war das Thema des Festvortrages von Prof. Olaf Köller, der erwartungsgemäß die Vorzüge der Schulform herausarbeitete. Er stellte seinem Referat ein Zitat des Pädagogen Gustav Thaulow von 1858 voran: „Völker, welche kein Gymnasium haben, zählen nicht!“ Damit könne man auch schon schließen, so Köller scherzhaft, um dann doch zu entwickeln, welche Rolle Gymnasien für Berufsvorbereitung und Lebensglück spielen können. Diesen theoretischen Ausführungen schloss sich ein sportliches Dankeschön von Dr. Frithjof Löding an die Stadt Eutin für den pünktlich zum Schuljahresbeginn fertiggestellten Sport- und Pausenplatz an.

Das Ausrufezeichen setzten die jungen Musiker der beiden Eutiner Gymnasien, der Klaus-Groth-Schule Neumünster und der Gemeinschaftsschule Neumünster-Brachenfeld, die als schulübergreifendes Orchester begeisterten.

aj

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