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Ostholstein Lensahner Spiele-Olympiade zugunsten kranker Kinder
Lokales Ostholstein Lensahner Spiele-Olympiade zugunsten kranker Kinder
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18:21 22.06.2016
Aneinander gebunden, müssen die Teams auf dem Sportplatz neben der Fachschule einen Slalom-Parcours meistern. Quelle: Fotos: Binder

Sie rennen, balancieren, rätseln und stolpern – und das alles für einen guten Zweck. Die Oberstufen-Schüler der Lensahner Fachschule für Sozialpädagogik haben eine Spiele-Olympiade zugunsten des Kinderhospizvereins „Die Muschel“ organisiert. Fast 700 Euro kamen am Ende bei der schulinternen Veranstaltung zusammen. Eine Summe, angesichts derer „Muschel“-Leiter Uwe Arendt die Luft wegbleibt: „Das ist einfach supertoll“, sagte er bei der Spendenübergabe direkt im Anschluss an den Spieletag.

Fachschüler unterstützen den Jugendhospizdienst „Die Muschel“.

„Ich freue mich sehr. Von dem Geld können wir todkranken Kindern eine Freude machen.“Uwe Arendt, Hospizverein „Die Muschel“

An der Schule hat es Tradition, dass sich die Absolventen mit einer guten Tat verabschieden. Wurden in den vergangenen Jahren hauptsächlich Benefiz-Fußballturniere organisiert, wollten die angehenden Erzieher und sozialpädagogischen Assistenten diesmal allerdings etwas „Frauenfreundlicheres“ auf die Beine stellen, wie sie sagen. Insgesamt sechs verschiedene – und auch ein bisschen verrückte – Wettbewerbe haben sich die Klassen ausgedacht, darunter zum Beispiel das Befüllen von Eimern mit Hilfe eines Schwamms, einen „Tausendfüßler-Lauf“, bei dem die Teilnehmer jeweils den Knöchel ihres Vordermanns umfassen müssen, oder auch einen „Memorie“-Staffellauf, bei dem die Sportler abwechselnd auf die andere Seite des Spielfelds rennen, um dort eine Karte umzudrehen.

„Das Ganze ist so eine tolle Idee“, zeigt sich Schulleiterin Anne-Sabine Kluvetasch begeistert, „die Schüler haben hier wirklich ganze Arbeit geleistet.“ Nicht nur der gute Zweck hinter der Veranstaltung sei lobenswert, sondern es sei auch schön zu sehen, wie viel Spaß Teilnehmer und Zuschauer gleichermaßen hätten. „Hier ist für alle etwas dabei“, freut sich die Rektorin, „die ganze Schule ist dabei – besser könnte es nicht sein.“

Teams mit Namen wie „FC Flauschig“ oder „Realitätsverlust“ treten auf dem Sportplatz gegeneinander an. Schüler aller Stufen und auch Lehrer sind dabei. Moderator David Glaser (31), der auch Teil des Orga-Teams ist, bittet gerade die nächsten Mannschaften, sich in Position zu bringen – und sich fesseln zu lassen. Mit einem Seil werden die Sportler zu einem sechsköpfigen Bündel zusammengeschnürt, bevor sie einen Slalom-Parcours meistern müssen. Unter viel Gejohle und Gelächter stolpern die menschlichen Pakete zwischen den Hütchen hindurch, mehrfach purzeln einzelne Teilnehmer zu Boden, ein Team bringt sich sogar komplett zu Fall und liegt nun gestapelt in der Waagerechten.

Wer gerade selbst nicht schwitzen muss, deckt sich mit selbst gemachten Snacks und Getränken ein, kauft Lose bei einer Tombola oder feuert an. „Die Stimmung ist super“, stellt Anna Dabelstein (22) vom Orga-Team erfreut fest. Es sei nicht so einfach gewesen, das Programm auf die Beine zu stellen, aber „es hat sich gelohnt“.

Auch für die „Muschel“. „Ich freue mich unheimlich, dass Ihr an uns gedacht habt“, sagt Uwe Arendt dankbar. Von der Spende will der Verein kranken Kindern und Geschwistern nun einen Besuch im Hansa-Park ermöglichen.

Jennifer Binder

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