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Ostholstein Lesung in Oldenburg über NS-Zeit auf Fehmarn
Lokales Ostholstein Lesung in Oldenburg über NS-Zeit auf Fehmarn
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20:12 04.06.2016
Hat sich lange mit der NS-Zeit auf Fehmarn auseinandergesetzt: Hans-Christian Schramm. Quelle: gjs

Seine Spurensuche füllt ein dickes und detailreiches Buch mit über 400 Seiten. Hans-Christian Schramm schließt mit „Fehmarn im Nationalsozialismus – was im Tageblatt stand“ eine Lücke. Am Mittwoch, 8. Juni, ab 19.30 Uhr liest er daraus in der Oldenburger Buchhandlung „Ton & Text“. Der Autor berichtet an diesem Abend über die NS-Zeit auf der Insel mit Verweisen auf Ostholstein, steht außerdem für Gespräche zur Verfügung.

Über die Entstehung und den Abschluss seiner Fleißarbeit haben die LN wiederholt berichtet. Als junger Lehrer auf Fehmarn suchte der 1947 geborene Schramm nach Material zur NS-Zeit auf der Insel – zunächst mit ziemlich ernüchterndem Ergebnis. Doch das Thema ließ ihn nicht mehr los. Er stöberte im Burger Stadtarchiv, in alten Schulchroniken und vor allem in den Zeitungen. Erste Aufsätze und Vorträge stießen auf großes Echo.

Nach seiner Pensionierung als Schulleiter in Landkirchen vertiefte Schramm seine Recherchen. Der besondere Reiz seines Buches: Er ordnet darin die Vorgänge in nationalsozialistischer Zeit chronologisch und bettet die Ereignisse auf Fehmarn in das Weltgeschehen ein. Seine persönlichen Anmerkungen und Zwischenrufe stellen zudem Zusammenhänge her, erklären Sachverhalte oder kommentieren manches lokale Geschehen und Verhalten – manchmal auch in ironischer Weise. Sein umfangreiches Buch wurde Anfang 2016 im Eggers Verlag (Heiligenhafen) verlegt. „ Gerade jetzt ist es wieder sehr wichtig, die Mechanismen totalitärer Organisationen zu (er)kennen“, betont Achim Eberhardt von der Buchhandlung „Ton & Text“.

Übrigens: Die Lupe auf dem Buchtitel vergrößert die klaren Umrisse der Insel. Doch wer genau hinschaut, entdeckt als Orientierungsmarken statt der vertrauten Dorfnamen böse Schlagwörter aus dem „Tausendjährigen Reich“, das vor 70 Jahren jäh zusammenbrach. Gleichschaltung, Judenhass oder Sippenforschung – eine „Insel der Glückseligen“ gab es von 1933 bis 1945 auch hier nicht.

Karten für diese Veranstaltung gibt es für sechs Euro (mit Bonuskarte vier Euro) bei „Ton & Text“ in Oldenburg und Heiligenhafen sowie unter Tel. 043

61/52660.

gjs

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