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Ostholstein Lieber Operette als pleite
Lokales Ostholstein Lieber Operette als pleite
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21:14 16.11.2016

. Den Kritikern aus dem Kuratorium der kreiseigenen Stiftung für Kultur und Erwachsenenbildung war „Die Fledermaus“ nicht genug gewesen. Nur eine Inszenierung und statt Oper eine Operette – so der Tenor der Kommentare zum Spielplan der Eutiner Festspiele für 2017. Vor dem Kulturausschuss der Stadt bot Geschäftsführerin Sabine Kuhnert dem nun Paroli: „2016 war eine Horrorsaison“, bilanzierte sie.

Sabine Kuhnert verteidigte den Spielplan 2017. FOTO: JABS

Lediglich fünf regenfreie Vorstellungen, erhöhte Personalkosten durch die Landesgartenschau und am Ende wurden 2000 Karten zu wenig geordert: „Wir haben mehr Regencapes verkauft als Programmhefte“, so Kuhnert. Angesichts des übernommenen Schuldenberges im fünfstelligen Bereich habe man auf eine „ganz sichere Bank“ setzen müssen. „Die Fledermaus“ rangiere in der Beliebtheitsstatistik an Platz eins und wurde seit zwölf Jahren nicht in Eutin aufgeführt, damit habe die Wahl festgestanden. „Es ist die Oper unter den Operetten“, betonte Kuhnert. Im Übrigen sei man nicht vertraglich zur Oper verpflichtet, nicht einmal zu einem musikalischen Programm: „Wir könnten auch ein Shakespearestück spielen, wenn das Publikum dann kommt“, bemerkte die Geschäftsführerin. Bereits jetzt gebe es mehr Busbuchungen und am Ende könnte trotz nur 15 Aufführungen statt 21 wie im Vorjahr mehr unter dem Strich stehen.

Matthias Rachfahl (CDU) hakte dann bezüglich des städtischen Zuschusses in Höhe von 75000 Euro nach: „Ich gehe davon aus, das soll so bleiben. Da müssen Sie mich überzeugen“, sagte er. Sabine Kuhnert führte die sanierungsbedürftige Tribüne und unveränderte Marketingkosten an und kündigte eine detaillierte Aufstellung an. Inhaltlich sei eine Oper oder Operette, dazu „hochinteressante Sonderveranstaltungen“ als Konzept für die Eutiner Festspiele auch für die nächsten Jahre angedacht: „Wir brauchen sicheres Publikum, damit die Festspiele überleben.“ aj

LN

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