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Ostholstein Lienau-Schule: Digital, aber nicht papierlos
Lokales Ostholstein Lienau-Schule: Digital, aber nicht papierlos
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20:18 10.07.2018
In der Kieler Sparkassenakademie überreichte Bildungsministerin Karin Prien die Urkunde zur Modellschule für digitales Lernen an die hauptverantwortlichen Lehrer Fabian Richter (r.) und Johannes Schaeckermann. Quelle: Foto: Hfr
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Neustadt

Schulleiter Werner Hendricks und sein Lehrerkollegium haben im gerade beendeten Schuljahr ein umfassendes Konzept erarbeitet, wie der Fachunterricht in Zukunft aussehen soll. Im Fokus stand dabei der Einsatz von Computern, Digitalkameras sowie anderen technischen Geräten und dazugehörigen Programmen.

Altbewährtes Lernen mit Papier und Stift soll mit neuen Medien kombiniert werden. Im Gegensatz zur Oberstufe des Küstengymnasiums wird kein weitestgehend papierfreies Lernen angestrebt. „Das wollen wir nicht. Es geht nicht darum, Schulbücher zu ersetzen. Das haptische Erlebnis soll bleiben“, erläutert Hendricks. Vielmehr sollen unterschiedliche Kanäle genutzt werden.

Eben dies unterstützt das Bildungsministerium. „Grund für die Auszeichnung ist die klare systematische Einführung von Medien im Unterricht, wobei Medien immer nur ein Element des Unterrichtes sein werden. Lernen erfolgt analog und bedarf einer Vielzahl von realen Erfahrungen“, erklärt Hendricks.

Aktuell gebe es für die etwa 520 Schüler zwei Computerräume, 14 Notebooks und neun digitale Tafeln. Zudem dürfen sich die Zehntklässler ins WLan einwählen, allerdings nicht mit ihren eigenen Geräten.

Medien aktiv nutzen, nicht nur konsumieren

Auch mithilfe der 20000 Euro vom Land sollen weitere Laptops, Kameras und Aufnahmegeräte sowie Tafeln und didaktische Software angeschafft werden. „Die Schüler sollen aktiv damit arbeiten, nicht nur Medien konsumieren, sondern nutzen“, verdeutlicht Hendricks. Ziel sei es, ihnen nahezubringen, welche Möglichkeiten und Gefahren Social Media mit sich bringt. „Es geht um die Vermittlung von Medien-Kompetenz“, sagt der Schulleiter. Diese sei Bestandteil aller Fächer und werde gemeinsam mit anderen Methoden systematisch in den Unterricht integriert. Die Umstellung auf digitale Mittel und die Integration dieser könne drei bis vier Jahre in Anspruch nehmen.

Zusätzlich sollen die Lehrer geschult werden, um das Equipment nachhaltig nutzen zu können. „Die Bereitschaft ist sehr hoch und die Sinnhaftigkeit erkannt. Unterricht wie vor 20 Jahren funktioniert nicht mehr“, sagt Werner Hendricks. Bereits jetzt würden Kollegen der Lienau-Schule Veranstaltungen für Lehrkräfte anderer Schulen zum Thema „digitale Medien im Fachunterricht“ anbieten.

Von Sebastian Rosenkötter

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