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Ostholstein Live-Musik: Neuer Schwung für Oldenburgs Wochenmarkt
Lokales Ostholstein Live-Musik: Neuer Schwung für Oldenburgs Wochenmarkt
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20:16 12.04.2017

Mit Musik, ohne Standgebühren: Oldenburg unternimmt einen neuen Anlauf, den Wochenmarkt zu beleben. Um einen Besuch für Kunden und Händler gleichermaßen verlockender zu machen, will die Stadt ein musikalisches Rahmenprogramm auf die Beine stellen und Marktbeschicker vorübergehend kostenfrei ihre Stände aufbauen lassen. „Wir möchten noch einmal versuchen, den Wochenmarkt zu attraktivieren“, zeigt sich Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) entschlossen. „Vielleicht gelingt es, vielleicht auch nicht – aber wir müssen es wenigstens probieren.“

„Wir wollen neue Händler gewinnen.Martin Voigt

Bürgermeister

Während die Wochenmärkte in anderen Orten wie Neustadt oder Fehmarn florieren, ist die Veranstaltung in Oldenburg in der Regel kaum frequentiert. Bisher hat die Stadt es nicht geschafft, sich aus dem Teufelskreis zu befreien, in dem die Kunden wegen des geringen Angebots ausbleiben und umgekehrt. Eine Umfrage unter Innenstadtbesuchern im vergangenen Jahr hat ergeben, dass die Oldenburger sich eine größere Vielfalt an Ständen wünschen würden – Händler berichten jedoch, dass sich ein Besuch für viele Marktbeschicker schlichtweg nicht lohne und Neuzugänge es schwer hätten, sich zu halten (die LN berichteten).

Mit dem jetzigen Konzept – das die Stadt gemeinsam mit dem Wirtschafts- und Fremdenverkehrsverein (WFO) entwickelt hat – wollen die Beteiligten Oldenburg als Wochenmarkt-Standort für Händler interessanter machen. Durch den zeitweisen Verzicht auf Standgebühren hoffen sie, die „Hemmschwelle zu senken“ und mehr Marktbeschicker gewinnen zu können. Darüber hinaus soll Live-Musik ein zusätzlicher Anziehungspunkt für potenzielle Kunden sein. Für den kommenden Sonnabend, 15. April, ist erstmals ein solches Rahmenprogramm geplant: Die Gruppe „Plattfolk“ bringt plattdeutsche und irische Folklore zu Gehör. Und zwar „unplugged“, also komplett ohne elektrische Instrumente.

Mit den flankierenden Maßnahmen wolle die Stadt auch die langjährigen Marktstände unterstützen, erklärt Verwaltungschef Voigt. Er wünsche sich für Oldenburg aber auch ein größeres Angebot. „Ein Wochenmarkt gehört zum Stadtbild und bereichert das Einkaufserlebnis in der Innenstadt“, betont er. Deshalb werde man alles daran setzen, dauerhaft weitere Händler für die Veranstaltung zu begeistern.

Das könne allerdings nur mit Unterstützung der Oldenburger selbst funktionieren, mahnt der Bürgermeister: „Damit der Wochenmarkt für neue Marktbeschicker attraktiv wird, müssen alle Interessierten in Vorleistung treten und erst einmal hier einkaufen.“ Die Existenz der Veranstaltung könne nur durch die Bürger gesichert werden. Voigt appelliert an alle Einwohner: „Besuchen Sie den Wochenmarkt.

Genießen Sie das besondere Einkaufserlebnis – mit oder ohne musikalische Begleitung.“

Jennifer Binder

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