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Ostholstein Lustige und ernste Texte beim Vorlese-Wettbewerb
Lokales Ostholstein Lustige und ernste Texte beim Vorlese-Wettbewerb
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20:29 12.04.2016
Asmus Dreher (l.) und Tim Worthmann (2.v.l.) mit ihren Mitstreitern und Jury- Mitgliedern. Für die beiden Jungen geht es nun zum Landesentscheid. Quelle: jen

Im vergangenen Jahr waren es nur Mädchen — diesmal trugen sechs Jungen den Bezirksentscheid des bundesweiten Vorlesewettbewerbs der Sechstklässler unter sich aus. Dass die männliche Fraktion in diesem Jahr so stark vertreten sei, freue sie besonders, sagte Marika Lax von der Buchhandlung „Ton & Text“, welche den gestrigen Lesenachmittag in Oldenburg zusammen mit der Kultour GmbH ausgerichtet hat.

„Alle haben toll vorgelesen. Die Entscheidung war knapp.“Michael Kümmel, Juror und Kultour-Chef

Jedes Jahr organisiert der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Wettbewerb unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Im Kulturzentrum waren jetzt die Sieger der Kreis- beziehungsweise Stadtentscheide aus Ostholstein, Lübeck, Kiel, Plön, Stormarn und dem Herzogtum Lauenburg mit dabei. Dass alle sechs es zu Recht in die nächste Runde geschafft haben, war schnell klar — und machte der Jury ihre Entscheidung alles andere als leicht. „Hier wird auf sehr hohem Niveau gelesen“, lobte Juror und Kultour-Geschäftsführer Michael Kümmel. Auch Marlies de Kleijn, ehemalige Lehrerin und ebenfalls Mitglied in der fünfköpfigen Jury aus Vertretern von Buchhandel, Bildungseinrichtungen und Presse, zeigte sich beeindruckt: „Alle sind wirklich gut.“

In zwei Runden zeigten die Sechstklässler ihr Können: zunächst mit einem selbst ausgesuchten Text und im Anschluss mit Auszügen aus dem Buch „Mein Bruder ist ein Superheld“ von David Solomons, das bis dato keines der Kinder kannte. Doch auch bei dem ihnen unbekannten Text lasen alle Kandidaten nicht nur flüssig, sondern überzeugten zudem mit Ausdruck und Intonation. Sie zogen ihr Publikum in ihren Bann, indem sie an den richtigen Stellen Pausen setzten, einzelne Wörter betonten und bei wörtlicher Rede die Stimme an den jeweiligen Protagonisten anpassten. Das einstimmige Fazit der Jury-Mitglieder: „Es hat Spaß gemacht, zuzuhören.“

Am Ende war die Entscheidung „ganz knapp“, wie Michael Kümmel betonte, „am liebsten hätten wir natürlich alle eine Runde weitergeschickt“. Die Nase vorn hatten letztlich Tim Worthmann aus Kiel und Asmus Dreher aus dem Kreis Plön, die sich bei ihrer selbst gewählten Lektüre für zwei sehr unterschiedliche Werke entschieden haben. Tim hatte sich mit „Wie man unsterblich wird“ von Sally Nicholls ein ernstes Thema ausgesucht und las seinen Zuhörern aus dem Leben zweier an Blutkrebs erkrankter Kinder vor. Asmus beanspruchte mit seiner Darbietung der „Känguru- Chroniken“ von Marc-Uwe Kling die Lachmuskeln seines Publikums.

Die beiden Jungen treten nun Ende Mai beim Landesentscheid in Kiel an. „Wir haben zwei Gewinner“, gratulierte Kümmel. Als Verlierer fahre aber niemand nach Hause, betonte er: „Es überhaupt bis in den Bezirksentscheid zu schaffen, ist eine tolle Leistung.“

Von Jennifer Binder

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