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Ostholstein Luxusurlaub in Heiligenhafen: 61 Ferienhäuser werden gebaut
Lokales Ostholstein Luxusurlaub in Heiligenhafen: 61 Ferienhäuser werden gebaut
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21:22 25.06.2013
Von Peter Mantik
Dieses Modell des Marina Resorts steht noch in Berlin bei Investor Primus, wird aber ab 12. Juli im Bürocontainer am Seebrückenkopf zu bestaunen sein. • Quelle: Foto: Primus/hfr
Heiligenhafen

Die touristische Entwicklung Heiligenhafens nimmt weiter Fahrt auf. Nach dem Hafenhotel „Yachthafen Resort Meereszeiten“ (die LN berichteten) gibt es nun auch für das „Marina Resort“ einen konkreten Fahrplan und detaillierte Inhalte zur Gestaltung des Großprojektes, das ein Investitionsvolumen von 20 Millionen Euro hat.

Zwischen dem Yachthafen und der neuen Erlebnisseebrücke entsteht die Ferienhaussiedlung „Marina Resort“ auf einer Fläche von über 25 000 Quadratmetern. Ab diesem Herbst sollen dort 61 hochwertige, teils reetgedeckte Ferienhäuser, Ferienwohnungen sowie Flächen für maritimes Gewerbe errichtet werden.

„Heiligenhafen ist für uns interessant, weil es hier einen Masterplan gibt. Wir füllen darin ein Segment, das noch nicht besetzt ist. Das war ausschlaggebend“, erläutert Ralf Scharruhn, Geschäftsführer des Investors Primus-Immobilien aus Berlin, der gemeinsam mit den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben (HVB) das Projekt auf den Weg brachte. Für besagten Masterplan zeichnen die HVB verantwortlich — und auch die Stadtvertreter haben diesen Kurs mit einstimmigen Beschlüssen gestützt. Für HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade steht fest, dass alle Seiten von dem Projekt profitieren werden. „Der Tourismus ist das Trumpf-Ass Heiligenhafens. Investieren wir, fließt Geld an die Stadt zurück, mit dem dann Bildung, Infrastruktur und weiteres entwickelt werden kann.“

Mittlerweile stehen auch Details zum Bau der Feriensiedlung fest. „Das Projekt wird mit natürlichen, nachhaltigen Baustoffen und nach aktuellen Energiesparverordnungen realisiert und verspricht einen Zuwachs von etwa 300 Betten“, sagt Scharruhn. Die Wohnungen mit einer Größe von 40 bis 120 Quadratmetern sowie die Einzel- und Doppelhäuser verfügen zum Teil auch über Kamin und Sauna. Alle Wohnungen haben Hafen-, See- oder Meerblick.

Exklusiv sind auch die Preise. So müssen beispielsweise für ein reetgedecktes Einzelhaus „Wellness“ vom Käufer 695 000 Euro aufgebracht werden. Kleinere Wohnungen sind für 175 000 bis 300

000 Euro zu haben. Die Ferienwohneinheiten werden, so will es der B-Plan 1, an Urlaubsgäste vermietet. Jeder Käufer kann seine Immobilie aber bis zu sechs Wochen im Jahr selbst nutzen. Die Gesamtfläche der Wohneinheiten beträgt 7600 Quadratmeter, die für Gewerbeeinheiten 1200 Quadratmeter.

Eine Million Übernachtungen pro Jahr strebt Heiligenhafen als Tourismusstandort für die Zukunft an. Momentan liegt die Stadt bei 600 000. Wohnrade betont: „90 Prozent aller Urlauber kommen in sieben Monaten des Jahres. Wir müssen die Saison mit zusätzlichen Angeboten verlängern.“ Ferienhauseinheiten wie im „Marina Resort“ dürften nach dänischem Vorbild auch an der Ostsee eine Zukunft haben, so die Erfolgsrechnung von Primus und HVB. Dies habe positive Effekte, wie beispielsweise für die Arbeitswelt. Wohnrade: „Wir könnten dann Saisonengagements gegen Ganzjahresjobs eintauschen.“

Auch Primus setzt auf die lokale Kompetenz. So sollen die HVB das „Marina Resort“ nach Inbetriebnahme vor Ort betreuen. Das mobile Berliner Vertriebsbüro dürfte Anfang Juli am Seebrückenkopf aufgestellt werden. Womöglich wird sogar Landesvater Torsten Albig, ja selbst ein Sohn der Warderstadt, bei seinem Besuch des Graswarder-Naturschutzgebietes am 8. Juli einen Blick ins Primus-Büro und auf das Marina-Resort-Modell werfen.

Das ist der Fahrplan für den Bau: 12. Juli, offizieller Vertriebsstart vor Ort; Juli bis Dezember 2013: bauvorbereitende Maßnahmen; ab März 2014: Erschließung einschließlich Gründung; ab Mai 2014: Hochbauarbeiten und Ausbau; ab Frühjahr 2014: Außenanlagengestaltung. Schließlich soll die gesamte Anlage bis Herbst 2015 fertiggestellt sein.

• Weitere Informationen im Internet unter: www.primusimmobilien.de

Die Warderstadt verdient kräftig mit
Heiligenhafen investiert mit aller Kraft in den Tourismus. Federführend für die Ideen sind dabei die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB), die nun anhand einiger Rechenbeispiele veranschaulichen, dass auch die Stadt wirtschaftlich profitieren wird.

Das „Marina-Resort Heiligenhafen“ umfasst insgesamt fünf Übernachtungsbausteine: 4-Sterne- Plus-Hotel im Bereich der Seebrücke, 3-Sterne-Beachhotel im Bereich der Seebrücke, das Hafen-Hotel „Meereszeiten“, das Marina-Resort an der Marina Heiligenhafen sowie den Dünenpark im zentralen Bereich des Steinwarders. Es ist die Rede von 1400 Betten. HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel rechnet vor: „Bei konservativer Annahme dürfte sich ohne Berücksichtigung der Übernachtungskosten aus diesen Projekten eine Wertschöpfung in Heiligenhafen von rund zehn Millionen Euro jährlich ergeben.“

Ziel der Bemühungen von Stadt und HVB ist es, in diesem Zusammenhang Ausbildungs- und Arbeitsplätze in Heiligenhafen zu fördern. Gabriel: „Bei angenommenen 275 000 zusätzlichen Übernachtungen pro Jahr durch die neu zu schaffenden Betten und einem durchschnittlichen Kurabgabesatz von zwei Euro ergibt sich für die Stadt ein erhöhtes Kurabgabeaufkommen von rund 550 000 Euro.“ Dieser Betrag stünde damit für Schulen, Kindergärten, Kulturangebote und anderes zur Verfügung.

Peter Mantik

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