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Ostholstein „Made“ an der Küste: Neue Marke für regionale Produkte?
Lokales Ostholstein „Made“ an der Küste: Neue Marke für regionale Produkte?
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00:00 19.10.2012
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Ostholstein

Apfelsaft aus Früchten, die auf den Streuobstwiesen in der Oldenburger Wallniederung wachsen. Süßigkeiten, die in der Eckernförder Bonbonkocherei produziert werden. Honig, den Ostholsteiner Bienen sammeln. An der schleswig-holsteinischen Ostseeküste werden die unterschiedlichsten Produkte hergestellt. Dies hat auch der Ostsee-Holstein-Tourismus (OHT), der Verband für Tourismusbetriebe zwischen Travemünde und Glücksburg, erkannt. Sein Plan: Die Verantwortlichen wollen eine neue Ostsee-Marke kreieren, unter der die Produkte vertrieben werden. Urlauber sollen so noch stärker an die Küstenregion in Schleswig-Holstein gebunden werden.In Oldenburg stellten am Mittwochabend OHT-Geschäftsführerin Katja Lauritzen und der Scharbeutzer Tourismuschef Joachim Nitz beim Arbeitskreis Tourismus und Kultur der Aktiv-Region Wagrien-Fehmarn (eine Förderinitiative für den ländlichen Raum) ihr Grobkonzept vor. „Bundesweit gibt es einen Trend zu regionalen Produkten. Diesen wollen wir touristisch aufgreifen, unser Image – das etwas angestaubt ist – verbessern und neue Wege im Marketing finden“, erklärte Katja Lauritzen. Eine eigene Marke könne dabei helfen, sich von ähnlichen Destinationen, wie der Küste Mecklenburg-Vorpommerns, zu distanzieren. Ein Markenversprechen gibt es auch schon: „Eine erfrischende, unbeschwerte Zeit voller Leben!“Angestrebt wird eine Zusammenarbeit mit lokalen Produzenten. Der Verkauf könnte unter anderem über die Tourist-Infos und Hotelshops erfolgen. „Es geht nicht nur um Lebensmittel, sondern zum Beispiel auch um Produkte aus Seegras und Strandhafer. Letzteren könnte man in Blumentöpfe pflanzen und hätte zu Hause ein Stück Ostseeküste“, sagte Nitz. Zudem sollen nicht nur die Waren vertrieben, sondern auch deren Geschichte erzählt werden.Die Visionen von Joachim Nitz reichen sogar noch weiter. „Ich kann mir vorstellen, dass die Ostsee-Produkte irgendwann auch in Nordrhein-Westfalen im Supermarkt verkauft werden. Es wäre doch schön, wenn die Menschen morgens Honig oder Marmelade aus unserer Region auf ihr Brot schmieren und denken, dass sie doch mal wieder zu uns fahren sollten.“ Bei der Vermarktung sei es deshalb wichtig, dass potenzielle Kunden möglichst häufig einen Impuls aus der Ostsee-Region erhielten, sei es in einer TV-Reportage, in einer Zeitschrift oder eben durch das Angebot von Produkten direkt im Urlaubsgebiet.Ob das Projekt wirklich umgesetzt wird, ist noch unklar. „Es steht und fällt alles mit der Machbarkeitsstudie. Sollte herauskommen, dass die Idee nicht funktioniert, dann war’s das“, machte Nitz klar. Bis kommenden Montag können Unternehmen ihr Angebot für eine solche Studie abgeben. Für die Durchführung der Analyse hoffen Lauritzen und Nitz auf finanzielle Hilfe durch die Aktiv-Region.Eine Förderung scheint nach Mittwochabend durchaus möglich. Die Mitglieder des Arbeitskreises votierten mehrheitlich dafür, ihrem Vorstand das Projekt zu empfehlen. Dieser entscheidet dann über die Unterstützung.

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