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Ostholstein Malente darf jetzt ran an die Fördertöpfe
Lokales Ostholstein Malente darf jetzt ran an die Fördertöpfe
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21:15 28.06.2017

Für Bürgermeisterin Tanja Rönck (parteilos) ist es „wie ein Sechser im Lotto“. Malente hat endlich und erstmals die Möglichkeit bekommen, vom Städtebauförderprogramm zu profitieren. Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Dafür müsste die Gemeinde eine Landesstraße – samt deren Unterhaltung – übernehmen.

Genau das bereitete manchem Kommunalpolitiker in der jüngsten Gemeindevertretung Bauchschmerzen. Volker Wandhoff (CDU) ist gar nicht wohl dabei, dass Malente in Zukunft die Kosten für die Bahnhofstraße – sie liegt im Verlauf der Landesstraße 56 – tragen müsste. „Ich finde das nicht in Ordnung“, sagte Wandhoff.

Das Innenministerium hatte Malente aufgefordert, sich für eine Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu bewerben – und zwar schon für 2017. Ein erstes Sondierungsgespräch mit Ortsbesichtigung fand am 8. Juni statt, am 19. Juni teilte das Innenministerium mit, dass Malente für das Programm infrage komme und seinen Antrag bis spätestens 20. Juli einreichen solle. Da war Eile geboten, weshalb das Thema schnell auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung gesetzt wurde.

Rönck erläuterte, dass jedes Vorhaben im Rahmen des Projektes den Malenter Haushalt nur zu einem Drittel belastet. Der Rest kommt als Zuschuss. Allerdings kostet das alles trotzdem Geld und Anstrengung, denn die Gemeinde muss Projekte entwickeln. Das läuft bereits über den Prozess „Unser Malente 2030“. Rönck machte aber auch deutlich: „Das bedarf weitsichtiger und visionärer Entscheidungen.“ Die Umsetzung der Pläne ziehe sich mindestens durch die nächsten zwei Wahlperioden hindurch.

Die Gemeindevertretung sollte nun entscheiden, ob Malente ins Programm will. Dass die Herabstufung der L 56 zur Gemeindestraße Bedingung dafür ist, ließ den einen oder anderen Kommunalpolitiker zögern. „Wenn wir die Aufnahme beschließen, beschließen wir gleichzeitig, dass die Landesstraße zurückgestuft wird“, gab Hans-Werner Salomon (CDU) zu bedenken. Bürgervorsteher Rainer Geerdts (CDU) widersprach. „Ich gehe davon aus, dass wir erst einmal den Antrag stellen, um ins Programm zu kommen. Konkrete Maßnahmen sind der zweite Schritt.“

Die Vertretung beschloss einstimmig bei drei Enthaltungen, dass Malente beantragt, ins Städtebauförderprogramm aufgenommen zu werden.

sas

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