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Malente sagt ja zum weiteren Kiesabbau in Kreuzfeld

Malente Malente sagt ja zum weiteren Kiesabbau in Kreuzfeld

Der Ausbau der Kieswerke Kreuzfeld wird erweitert: CDU und SPD setzten im Bauausschuss eine Änderung des Flächennutzungsplans durch - der Beschluss wurde von heftigen Protesten begleitet.

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Der Radlader wird nicht arbeitslos: Für den Kiesabbau in Kreuzfeld soll es ein weiteres Abbaugebiet geben.

Quelle: Peyronnet

Malente. Der Streit um den Ausbau der Kieswerke Kreuzfeld ist zumindest politisch entschieden. Mit den Stimmen von CDU und SPD beschloss der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Malente gestern, das Abbaugebiet um eine rund zehn Hektar große Acker- und Waldfläche westlich des Holmer Weges nördlich von Kreuzfeld zu erweitern. Der Flächennutzungsplan soll entsprechend geändert werden. Die Entscheidung fiel mit fünf zu vier Stimmen. Grüne, Freie Wähler und FDP stimmten dagegen. Der Beschluss wurde von heftigem Protest von Anwohnern aus Kreuzfeld, Oberkleveez und Timmdorf begleitet.

Die Vertreter von CDU und SPD folgten der Argumentation von Volker Wandhoff, dem Geschäftsführer der Kieswerke Kreuzfeld, zunächst Sand und Kies unter der von ihm erworbenen unteren Ackerfläche abzubauen, statt das weiter nördlich liegende Waldgebiet zu nutzen, bekannt als „Klein Tirol“. Wandhoff besitzt dafür eine vor über 20 Jahren erteilte Genehmigung, die bis 2028 gilt.

„Wenn wir für die nächsten acht bis zehn Jahre die Waldfläche retten können, ist das sehr attraktiv“, erklärte CDU-Gemeindevertreter Uwe Potz. So sah es auch Jürgen Redepennig von der SPD. Das Vorgehen sei „nachvollziehbar“.

Die Vertreter von Grünen, Freien Wählern und FDP hielten dagegen. Es gebe noch genügend Kiesabbauflächen und damit keinen Grund, schon jetzt eine weitere Fläche auszuweisen. Akzeptabel wäre das allenfalls, wenn an anderer Stelle zehn Hektar Wald enstünden, gab Michael Winkel (Grüne) zu bedenken. Wilfred Knop (FDP) forderte, erst müsse das Kieswerk alte Flächen renaturieren, bevor es neue in Angriff nehmen dürfe. Gerd Schumacher verwies für die FWM auf die Bedeutung des Tourismus für Malente und warnte vor „weiterem Raubbau“ an der Natur.

In der dieselbe Kerbe schlug für die Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau deren Sprecher Rolf Röhling. Das einzige, was Malente habe, sei die schöne Landschaft. „Und Ihr wollt sie kaputt machen“, hielt er den Befürwortern der Flächennutzungsplan-Änderung entgegen. „Wir lehnen das strikt ab. Wir aus Kreuzfeld, Timmdorf und Niederkleveez werden dagegen Sturm laufen“, kündigte er an. Norbert Steinmetz aus Niederkleveez sprach von Missbrauch eines Erholungsgebietes und warf der Gemeinde vor, sich allein auf Gutachten des Unternehmers Wandhoff zu stützen. Verärgert äußerte Steinmetz sich darüber, dass die Motocross-Anlage im Kiesabbaugebiet östlich des Holmer Weges weiterbetrieben werden soll, obwohl im Planungsausschuss ein Ende für den Ablauf des Jahres 2015 angekündigt worden sei.

Der Ausschussvorsitzende Klaus Schützler (CDU) bestritt dies. Das sei so nicht gesagt worden. Aus dem Publikum wurde diese Bemerkung mit zahlreichen Zwischenrufen wie „Das ist Verschaukeln“

quittiert.

CDU und SPD zeigten sich unbeeindruckt. Redepennig verwies auf die Landesplanung, in der Malente als ein Vorranggebiet für den Kiesabbau eingestuft sei. „Wir saugen uns nichts aus den Fingern, wir berücksichtigen die Landesplanung. Danach ist es möglich, dort Kies abzubauen“, konterte er den Protest.

Wandhoff hatte sich ursprünglich darum bemüht, dass auch das Gebiet östlich des Holmer Weges als Gewerbegebiet für verschiedene Nutzungen ausgewiesen wird. Dort sollte unter anderem ein weiteres Werk für Spezialsande und ein Freizeit- und Erlebnispark entstehen. Dort befindet sich auch die Motocross-Anlage. Im Sommer stoppte jedoch die Landesplanung diese Expansionsabsichten. pet

LN

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