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Ostholstein Malenter Brückenbau verschoben
Lokales Ostholstein Malenter Brückenbau verschoben
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20:38 01.06.2017
Von der maroden Holzbrücke sind nur die Fundamente geblieben. Quelle: Foto: Peyronnet

Der Brückenschlag lässt noch ein bisschen auf sich warten. Die neue Fußgängerbrücke, die unterhalb des ehemaligen Intermar-Hotels in Malente die Schwentine überspannen soll, wird voraussichtlich erst Ende Juli stehen. Das teilte Karlheinz Spindler vom Bauamt der Gemeinde auf Anfrage mit.

Ursprünglich sollte am 12. Juni damit begonnen werden, die Fundamente für die neue Brücke in den Boden zu rammen. Doch dieser Termin wird nicht zu halten sein, sagte Spindler. Denn vor diesem Schritt müsse für das Bauwerk, das in einem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet errichtet wird, noch ein biologisches Gutachten erstellt und zunächst abgewartet werden.

Spindler rechnet mit einer Verschiebung der Bauarbeiten um vielleicht zwei bis drei Wochen. Die Fundamente seien schätzungsweise eine Woche nach Baubeginn fertig, erst danach kann die Brücke aufgesetzt werden. „Ich denke, dass das im Juli passiert“, sagte der Bauamtsmitarbeiter.

Malente hat eine Stahlbrücke mit 21 Metern Spannweite gekauft, um die alte Holzbrücke über die Schwentine zu ersetzen. Die stammte aus den 1970er Jahren und war am Ende so marode, dass es an ein Wunder grenzte, dass sie überhaupt noch stand. Um niemanden zu gefährden, war die Brücke Ende 2015 gesperrt worden. Mittlerweile ist sie abgerissen worden. Nur ihre nutzlos gewordenen Betonfundamente sind noch in der Mitte der Schwentine zu sehen.

Malente, Jahr für Jahr von hohen Defiziten gebeutelt, hatte bereits befürchtet, mehr als 300000 Euro für eine neue Brücke aufbringen zu müssen. Zumal die Zeit drängte. Noch in diesem Jahr wird gleich um die Ecke die große Straßenbrücke über die Schwentine abgerissen und erneuert. Dann ist die neue kleine Schwentinebrücke die einzige ortsnahe Umleitung für Fußgänger und Radfahrer.

Die Idee einer Stahl-Fertigbrücke drückte die Kosten auf 140000 Euro. Die Brücke ist fertig, muss nur noch beim Hersteller abgerufen werden, sagte Spindler. Ursprünglich hätte die Gemeinde sie Ende Juni liefern lassen, nun dauert es ein bisschen länger. Wenn sie eingesetzt wird, muss dafür die untere Hindenburgallee gesperrt werden, um den Autokränen Platz zu bieten. Die Sperrung soll einen Tag dauern.

Dass sich der Bau der neuen Brücke um ein paar Wochen verzögert, ist nicht mehr so dramatisch, wie zunächst angenommen. Ursprünglich sollte der Abriss der alten Schwentine-Straßenbrücke im Zuge der Landesstraße 56 ab Ende Mai, Anfang Juni erfolgen. Mittlerweile sind diese umfangreichen Bauarbeiten aber auf den Herbst verschoben worden. Erst ab 4. Oktober wird die neue Fußgängerbrücke als Umleitung benötigt. Bis dahin steht sie längst.

sas

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