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Ostholstein Malenter SPD denkt über Wehren nach
Lokales Ostholstein Malenter SPD denkt über Wehren nach
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20:21 16.02.2016

Die Erleichterung war dem Malenter SPD-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Redepenning anzumerken. „Die kommunalpolitische Arbeit macht richtig Spaß, denn es gibt wieder eine vernünftige Gesprächskultur“, sagte er während der Jahresversammlung des 45 Mitglieder starken Malenter SPD-Ortsvereins. Dies gelte sicherlich auch für die anderen Fraktionen, mutmaßte er. In der Vergangenheit habe es keine Vertrauensbasis gegeben, Gespräche untereinander seien nicht geführt worden, folglich habe es eine Lähmung gegeben, erläuterte er. Jetzt aber könnten die wichtigen Themen wieder gemeinsam angepackt werden.

Die Vermarktung Malentes müsse auch überregional erfolgen, forderte er. Ein weiterer Malenter Knackpunkt sei der Kiesabbau. Malente sei nun einmal eines der wichtigsten Kiesabbaugebiete im Land.

„Wenn jemand nach Sieversdorf, Malkwitz oder Kreuzfeld zieht, muss er wissen, dass hier Kies abgebaut und Lärm erzeugt wird“, so der Fraktionschef. Es gebe schon Möglichkeiten, mit dem Kiesabbau zu leben. Redepenning hofft auf ein vernünftiges Miteinander von Kiesabbauunternehmern und betroffenen Bürgern. „Wir brauchen den Kiesabbau“, bekräftigte der Sozialdemokrat und warnte davor, einige Kiesgruben nicht weiter auszubeuten, dafür aber zwei bis drei andere „neu aufzureißen“.

Redepenning, der am Abend vorher den Wehrführerwechsel in Bad Malente-Gremsmühlen miterlebt hatte, fragte in die SPD-Runde: „Werden wir auch in Zukunft die gleiche Zahl an Ortswehren und die gleiche Organisationsstruktur brauchen?“ Auch wenn die „Schmerzgrenze“ bei den Mitgliederzahlen der einzelnen Wehren bei 18 Angehörigen liege und alle neun Malenter Ortswehren darüber lägen, seien die Wehren längst nicht mehr so stark wie früher. Redepenning: „Es wird zu Veränderungen kommen müssen, und deshalb müssen wir die Wehren bei den Diskussionen mitnehmen.“ Dauerthemen in der Kommune seien auch die Schule und die Sporthalle. Beide Objekte seien stark sanierungsbedürftig und müssten eigentlich abgerissen werden.

Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Andreas Hillesheim hatte zu Beginn der Jahrestagung zwei neue Mitglieder begrüßt und gleich danach das Thema angesprochen, das die kommunalpolitische Szenerie in den vergangenen Monaten beherrschte: den Tourismus. Hillesheim sprach sich dafür aus, dass diejenigen, die besonders stark vom Tourismus in der Gemeinde profitieren, auch finanziell dafür herangezogen werden.

Einstimmig wurde Renate Koht zur neuen Schriftführerin gewählt. Ebenfalls einstimmig verlief die Nominierung des Bürgermeister-Kandidaten Jörg Meyer (die LN berichteten). „Hier in Malente ist alles verzahnt und verquickt. Es wird Zeit, dass frischer Wind durch die Großflächengemeinde weht“, sagte dazu der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Burkhard Klinke.

cd

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