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Ostholstein Manege frei für die Schüler
Lokales Ostholstein Manege frei für die Schüler
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21:12 20.07.2016

Nervenkitzel bei Trapez- und Fakirnummern, Bewunderung für Jonglage, Akrobatik und natürlich Spaß mit den Clowns – der Zirkus ist in der Stadt. Auf der Wiese am Kleinen Eutiner steht das große Zelt, drumherum die Wohnwagen, und heute ist Vorstellung. Die Zirkuscrew wird dabei mindestens so aufgeregt sein wie die Zuschauer, denn in der Manege stehen nicht die Profis der Traberfamilie, sondern die Fünft- und Sechstklässler der Heinrich-Harms-Schule in Hutzfeld und der Wilhelm-Wisser-Schule in Eutin. Von Montag an haben sie gelernt, Keulen und Bälle in der Luft zu halten, auf dem Seil zu tanzen und das Feuer nicht zu fürchten. Welche Voraussetzungen es dafür braucht: „Keine! Außer Interesse und Freude und Liebe! Ob dick, dünn, groß oder klein spielt hier keine Rolle“, antwortet Carmen Traber resolut.

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Zirkusprojekt der Familie Traber mit Eutiner und Hutzfelder Kindern kommt heute zum Abschluss.

Vorstellungen heute um 16 und um 19 Uhr im Zelt auf der Wiese am Kleinen See. Der Eintritt beträgt vier Euro für Erwachsene und ein Euro für Kinder.

Viele Kindergruppen und Schulklassen haben die Trabers schon Zirkusluft schnuppern lassen. Ihre Beobachtung: „Viele Kinder kommen hier aus sich heraus, und in der Manege vor dem Publikum zeigt sich dann auch, dass die mit dem größten Mundwerk manchmal ganz kleinlaut werden“, erzählt Carmen Traber. Sie hat die angehenden Clowns unter ihre Fittiche genommen und macht schnell klar, worauf es dabei ankommt: „Clowns dürfen keine Faxen machen, sondern sollen das Publikum zum Lachen bringen und die Wahrheit ergründen“, lautet die Ansage. Melissa und Mia fühlen sich hier richtig – beide sind ausgewiesene Spaßvögel, wie die Mitschüler bestätigen. Früher hat Carmen Traber die Trapeznummern geturnt, heute ist das das Metier ihrer Tochter Debora. Die gibt ihr Wissen an die Jungen und Mädchen weiter, findet für jeden die passende Übung.

Überwindung kostet nicht nur der Höhenflug, auch den Fakiren wird einiges an Traute abverlangt. Das Nagelbrett mag manchem Angst einflößen, Louisa aber bleibt ganz konzentriert, als Robin auf ihren Rücken steigt, während sie auf den Nägeln liegt. Sie vertraut auf sich – und auf ihren Trainer Tarek Traber. Während der seine Schützlinge unterweist, schaut seine Frau Julia mit Söhnchen Tamino zu. Ihre Gruppe kommt auch noch, Akrobatik ist ihr Fachgebiet.

Zirkus ist bei den Trabers Familiensache, nach wie vor: „Alle meine Kinder sind in verschiedenen Orten geboren, wir haben keine richtige Heimat“, erzählt Carmen Traber. Derzeit haben sie in Süsel ein festes Quartier und fühlen sich dort wohl. Das Geschäft aber ist schwieriger geworden: „Früher war Zirkus eine Attraktion, aber heute ist so viel los und die Auflagen sind streng geworden“, berichtet Carmen Traber.

Das wird vergessen sein, wenn sich heute der Vorhang öffnet. Und vielleicht wird Enkeltöchterchen Arya Hope, geboren vor einer Woche in Eutin, einmal Großmutters Platz am Trapez übernehmen.

LN

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