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Ostholstein Gerangel mit dem Gerichtsvollzieher
Lokales Ostholstein Gerangel mit dem Gerichtsvollzieher
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19:07 11.02.2019
Unbeliebt: das Pfandsiegel des Gerichtsvollziehers, besser bekannt unter dem Spitznamen „Kuckuck“. Quelle: dpa
Eutin

Wenn der Gerichtsvollzieher an der Türe läutet, sorgt das meistens für Verdruss – eine Rechtfertigung für eine gewalttätige Überreaktion ist das aber noch lange nicht. Das versuchte Anke Erlenstädt, Richterin am Amtsgericht Eutin, einem 28-jährigen Ostholsteiner begreiflich zu machen, fand dabei aber zunächst wenig Entgegenkommen.

Denn wofür er sich entschuldigen sollte, wollte Sebastian K. (Name geändert) erst einmal nicht einsehen. „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ lautete die Anklage, und das kam so: Genannter Gerichtsvollzieher erschien vor der Wohnung der Freundin von Sebastian K., um seiner Arbeit nachzugehen. Die Freundin sei nicht da, log der Angeklagte. Den daraufhin präsentierten Haftbefehl gegen die junge Frau riss er an sich und stürmte in die Wohnung. Der mit der Zwangsvollstreckung Beauftragte eilte hinterher, es kam zu einem Handgemenge im Flur.

Klärendes Gespräch im Treppenhaus

Als Friedensstifterin trat die so dringend Gesuchte dann dazwischen und vermochte ihren Freund zu beruhigen. Im Anschluss konnte sie sogar noch die Vermögensauskunft mit dem Gerichtsvollzieher im Treppenhaus klären. Er habe Sebastian K. noch angeboten, dass die Sache mit einer Entschuldigung erledigt sei, so der Beamte. Dazu konnte sich Sebastian K. jedoch nicht durchringen, sondern drohte vielmehr mit einer Anzeige gegen den Gerichtsvollzieher. Auch vor Gericht brachte er seinem Kontrahenten gegenüber kein Wort des Bedauerns über die Lippen.

Sein Sohn könne wegen gewisser Aufmerksamkeitsdefizite bestimmte Situationen nicht überblicken, baute der Vater von Sebastian K. eine Brücke für seinen Sohn – und so sah es auch das Gericht. Der Angeklagte erhielt lediglich eine Verwarnung mit Strafvorbehalt, was bedeutet, dass eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 10 Euro für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Sabine Latzel

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