Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Mann "verschwimmt" sich und löst Rettungseinsatz aus
Lokales Ostholstein Mann "verschwimmt" sich und löst Rettungseinsatz aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:33 09.08.2017
Quelle: Jens Wolf/dpa
Anzeige
Hemmelsdorf/Warnsdorf

Am Dienstagnachmittag suchten Rettungskräfte auf dem Hemmelsdorfer See nach einem vermissten Schwimmer. Der saß derweil wohlbehalten zu Hause in Lübeck-Kücknitz. Er hatte sich auf dem See verschwommen und war von einer Autofahrerin nach Hause gebracht worden.

Der Alarm für die Rettungskräfte wurde um 14.17 Uhr ausgelöst, nachdem die 44-jährige Lebensgefährtin einen 47-jährigen Mann bei der Polizei als vermisst gemeldet hatte. Der Mann, berichtete die Polizei, sei nach Angaben der Frau um 12.15 Uhr von der Badestelle am Warnsdorfer Schloss aufgebrochen, um die etwa einen Kilometer lange Strecke nach Hemmelsdorf zu schwimmen. Von dort habe er sich anschließend wieder auf den Rückweg nach Warnsdorf machen wollen. Eine Distanz, die der erfahrene Schwimmer jeden Tag zurückgelegt haben soll, wie Feuerwehr-Einsatzleister Stephan Muuss berichtet.

Zur Galerie
Ein 47-Jähriger hatte sich verschwommen – Lebensgefährtin löste Alarm aus – Polizeibeamte fanden den Mann in seiner Wohnung in Lübeck-Kücknitz.

Doch gestern kam der Schwimmer nicht zurück nach Warnsdorf. Daraufhin wurde am frühen Nachmittag die Rettungsmaschinerie aus diversen Hilfsorganisationen in Gang gesetzt. Die Feuerwehren aus Warnsdorf, Ovendorf, Offendorf, Sereetz und Hemmelsdorf machten sich mit fünf Booten auf die Suche. Ebenfalls angefordert wurden die Wasserrettung der DLRG Scharbeutz mit ihrer Drohne, der Rettungshubschrauber Christoph 12, der Rettungsdienst der Malteser aus Timmendorfer Strand samt Notarzt und die Tauchergruppe der Johanniter Eutin. Nicht alle kamen noch zum Einsatz. „Wir hatten die Drohne schon verladen und vier Boote auf Trailern sowie unser Boot aus Offendorf in Bewegung gesetzt“, berichtete DLRG-Abschnittsleiter Peter Franz. Dann aber wurden die Wasserretter doch nicht mehr gebraucht und konnten ihren Einsatz abbrechen.

Parallel zur Suchaktion hatte der Leiter des Polizeireviers Bad Schwartau, Andreas Block, recherchiert und Beamte zur Adresse des Mannes geschickt. Der war tatsächlich zu Hause. Der erfahrene Sportler hatte sich auf dem Rückweg nach Warnsdorf offenbar verschwommen und war in Hemmelsdorf an Land gegangen. Von dort hatte ihn eine nette Passantin nach Hause gefahren.
Nach dem positiven Ausgang dieses Einsatzes wies Polizeieinsatzleiter Andreas Block auf die gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten und Polizei hin. Leise Kritik meldet allerdings DLRG-Abschnittsleiter Franz an. Wie in Schleswig-Holstein üblich, sei die Wasserrettung seiner Organisation leider sehr spät, 20 Minuten nach Beginn des Einsatzes, alarmiert worden.

sas

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige