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Ostholstein Mann versuchte Ex-Freundin und deren neuen Freund zu töten
Lokales Ostholstein Mann versuchte Ex-Freundin und deren neuen Freund zu töten
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15:23 12.10.2017
In einem Gebäude der Alten Bädermeierei (hier die Einfahrt zu dem Gewerbehof) am Ortsausgang von Grube kam es zur Schießerei. Quelle: JEN
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Grube/Oldenburg

Nach Aussagen der Lübecker Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst ist es am Dienstagvormittag um 10.05 Uhr zwischen dem Ex-Freund und dessen ehemaliger Partnerin sowie dem neuen Freund der Frau vor der Alten Bädermeierei, die heute ein Gewerbehof ist, zum Streit gekommen. Dort befinde sich die ehemalige gemeinsame Wohnung wie auch eine gemeinsame Firma. Nach LN-Informationen sollen unklare Eigentumsverhältnisse Gegenstand der Streitigkeiten gewesen sein.

Die Auseinandersetzung ist laut Hingst eskaliert. Bei diesem Aufeinandertreffen ging es um die Zwangsräumung der ehemals gemeinsamen Wohnung. Der 49-Jährige soll eine Schusswaffe gegen den neuen Partner seiner Ex- Freundin gerichtet haben. Zwei Kugeln verfehlten diesen jedoch. Dann habe der Mann auf seine gleichaltrige Ex-Partnerin gezielt. Ulla Hingst: „In der Waffe befanden sich noch Kugeln. Doch der Schuss löste sich nicht.“

Daraufhin flüchtete das Paar in die Wohnung und alarmierte die Polizei. Die Beamten nahmen den mutmaßlichen Täter vor dem Gebäude fest. Der Mann ergab sich. Von alledem bekam in Grube niemand etwas mit, nicht einmal die Mitarbeiter der benachbarten Betriebe. Auf dem besagten Areal trafen die LN auch gestern niemanden mehr an.

Am Mittwoch wurde der 49-jährige Tatverdächtige dem Haftrichter am Oldenburger Amtsgericht vorgestellt. Der Richter erließ Haftbefehl wegen Verdachts des versuchten Totschlags in zwei Fällen und ordnete den Vollzug der Untersuchungshaft an. 

Wie es der Frau und ihrem Partner geht, konnte Hingst gegenüber den LN nicht sagen.

Dem Tatverdächtigen drohe nun eine Haftstraße zwischen fünf und 15 Jahren - dies sei das übliche Strafmaß bei Totschlag, so Hingst. Laut Hingst könne theoretisch eine Strafmilderung infrage kommen, da es sich in diesem Fall vermutlich um versuchten Totschlag handele.

Kommt es zum Prozess, findet dieser am Landgericht Lübeck statt. Die Ermittlungen führt das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck.

Peter Mantik 

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