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Ostholstein Marktplatz statt Ostseeblick: Rathaus-Mitarbeiter ziehen um
Lokales Ostholstein Marktplatz statt Ostseeblick: Rathaus-Mitarbeiter ziehen um
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19:21 20.06.2016
Bürgermeisterin Tordis Batscheider (l.) und Bauamtsleiterin Antje Weise sind von dem neuen Durchgang und Rettungsweg begeistert.

Die Sperrung ist aufgehoben. Nach mehr als zweieinhalb Jahren kann der Sitzungssaal des Neustädter Rathauses wieder genutzt werden. Ein zweiter Fluchtweg wurde gebaut. Auch die großflächige Brandschutz-Sanierung des Gebäudes ist fast abgeschlossen. Seit gestern ziehen die 27 Mitarbeiter der Verwaltung zurück. Fast ein Jahr lang waren sie im ehemaligen Deilmann-Gebäude unweit der Ancora Marina untergebracht.

Nach einem Jahr sind die Sanierungsarbeiten fast beendet – Umzug vom ehemaligen Deilmann-Gebäude zurück ins Rathaus läuft – Sitzungssaal hat nun zweiten Fluchtweg.

„Das Entfernen des Baustaubs hat sehr viel Zeit gekostet.“Dr. Tordis Batscheider

„Das Rathaus gehört ins Stadtzentrum“ betonte Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) während eines Rundgangs mit Bauamtsleiterin Antje Weise. Wer das Hauptgebäude von 1819 betritt, wird eine der meistdiskutierten Veränderungen kaum wahrnehmen. Die hohe, hölzerne, rote Eingangstür steht unter Denkmalschutz. Veränderungen sind kaum erlaubt. Jedoch schreibt der Brandschutz vor, dass sich die Tür im Ernstfall nach außen öffnen lassen muss. Eine Schwelle verhindert dies. „Wir haben einen Kompromiss mit der Denkmalschutzbehörde gefunden. Bei einem Alarm öffnet die Tür automatisch – nach innen“, so Antje Weise. Im Falle eines Fehlalarms würde das Rathaus also offen stehen.

Besucher laufen nun direkt auf eine gut sichtbare Info-Stelle zu und auch die Stadtkasse befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang. Park-Knöllchen könnten somit fast im Vorbeigehen bezahlt werden. Gäste von Gabriele Nellies vom Kultur-Service der Stadt können ihre Tickets für Veranstaltungen ab sofort im Erdgeschoss erwerben. Bislang war ein Treppenaufstieg notwendig. „Die Barrierefreiheit war uns sehr wichtig“, so Tordis Batscheider.

Dies wird auch eine Etage höher sichtbar. Ein Durchbruch verbindet das alte Rathaus mit dem Anbau, in dem sich der alte Sitzungssaal befindet und Paare getraut werden. Besucher können nun mit einem Fahrstuhl ins erste Obergeschoss fahren und dann über eine Rampe in den anderen Gebäudeteil gelangen. Dafür wurde extra ein Teil des Daches angehoben, sodass sich niemand den Kopf stößt.

Ein Großteil der bislang bekannten Summe von rund einer Million Euro ist in den Brandschutz geflossen. Ob im Keller oder in den darüber befindlichen Etagen, überall mussten Brandschutzplatten installiert werden. Hinzu kamen eine Art Manschetten, die um Heizungsrohre und andere Leitungen gelegt wurden. So soll verhindert werden, dass sich ein Feuer von Raum zu Raum – und das über Stockwerke hinweg – ausbreiten kann. Neu sind auch zahlreiche Böden, Lampen und Schallschutzsegel. Zudem wurden die Toiletten erneuert. Nun gibt es sogar warmes Wasser. All dies führe laut Batscheider zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Da dürfte es zu verschmerzen sein, dass die Mitarbeiter nicht mehr auf die Ostsee schauen können.

Sebastian Rosenkötter

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