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Ostholstein Maroder Sportplatz in Süsel: TSV-Chef platzt der Kragen
Lokales Ostholstein Maroder Sportplatz in Süsel: TSV-Chef platzt der Kragen
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21:14 29.09.2017
„Das Tischtuch ist zerschnitten.Holger Böttcher, TSV Süsel
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Süsel

„In dieser Sache ist wieder ein Jahr nichts geschehen“, sagte er und fragte nach den Aussichten für eine Erneuerung der Sportanlage im nächsten Jahr. Derzeit seien keine dahingehenden Beschlüsse gefasst, erklärte Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS). Er gehe aber davon aus, dass das ein Thema für den Haushalt 2018 werde. Die Gemeinde hat ein Sportentwicklungskonzept bei der Universität Kiel in Auftrag gegeben, das noch nicht abschließend vorgestellt worden ist. Die Studie gilt als eine wesentliche Voraussetzung für das Einwerben von Fördermitteln. Als Deadline für die Beantragung wird der 31. März 2018 genannt.

Parallel dazu müsse aber, so sieht es Böttcher, eine konkrete Fachplanung vorangetrieben werden, denn auch die sei für die Fördergeber Bedingung: „Es muss ja klar sein, was gefördert werden soll“, erklärte er. Die Aktivitäten seitens der Gemeinde richten sich aktuell zunächst auf ein vorbereitendes Gutachten. Die Kosten dafür belaufen sich auf 8000 Euro. In den laufenden Haushalt waren 25000 Euro mit Sperrvermerk eingestellt worden, „um nach der beziehungsweise parallel zur Sportstättenentwicklungsplanung Maßnahmen zur Sanierung des Sportplatzes in Süsel ergreifen zu können“, heißt es in der Vorlage. Freigegeben wurde durch Beschluss der Gemeindevertretung nur die Summe von 8000 Euro für die vorbereitenden Maßnahmen. Holger Böttcher ist angesichts seiner bisherigen Erfahrungen wenig optimistisch. „Ich gehe davon aus, dass wieder nichts passiert.“ Vor zehn Jahren sei bereits Sanierungsbedarf angemeldet worden, vor drei Jahren habe man sich abgestimmt und eine Zeitleiste erstellt. „2018 sollte gebaut werden“, sagte er. Anfang August habe der Vereinsvorstand mit Fraktionsvorsitzenden und dem Bürgermeister zusammengesessen. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit kündigte Böttcher nun aber auf: „Es gibt immer noch keinen Beschluss zur Planung. Wir fühlen uns nicht ernstgenommen. Das Tischtuch zwischen uns und der Gemeinde ist zerschnitten“, sagte er bitter. In einer Sondersitzung des Vorstandes werde man das weitere Vorgehen beraten.

Der TSV Süsel hat 700 Mitglieder, davon sind 350 Kinder und Jugendliche. Für die Vereinsarbeit und die Nutzung durch die Süseler Schule wird eine Sportstätte mit großem Naturrasen- und kleinem Kunstrasenplatz sowie einer Leichtathletikanlage gefordert.

Von Astrid Jabs

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