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Ostholstein Maßarbeit mit der Metallkugel
Lokales Ostholstein Maßarbeit mit der Metallkugel
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21:10 28.07.2018
Mehr als 400 Spieler treten beim Boule-Turnier in Burgstaaken an. Heute geht es von 9 Uhr an sogar um Masters-Punkte. Quelle: Fotos: Schwennsen
Burgstaaken a. F

„Für die Boulefreunde Fehmarn ist das ein Hammer“, sagt Frank Niebuhr, der gemeinsam mit Peter Mester das Turnier leitet, und aus dem Staunen nicht herauskommt. Denn binnen weniger Jahre hat dieses Turnier auf der Insel enorm an Attraktivität gewonnen. Dabei müssen die Spielbahnen in Burgstaaken extra fürs Turnier auf dem Großparkplatz und der angrenzenden Wiese aufgebaut werden. Es ist eng unter den Bäumen. Gestern beim Doublette-Turnier mit 216 Teams á zwei Spieler teilen sich manche sogar eine Bahn. Belohnt werden sie alle aber durch die ganz besondere Atmosphäre direkt am Binnensee.

Sie trotzen der brütenden Hitze. Und lassen die Kugeln rollen. In Burgstaaken findet auch heute noch ein großes, international besetztes Boule-Turnier statt. Für die „Fehmarn Northern Open“ sind mehr als 400 Spieler gemeldet, darunter aus Dänemark, Schweden und den Niederlanden.

Diesmal gibt es beim fünften Turnier sogar noch einen besonderen Pluspunkt. „Erstmals ist das Turnier lizenzpflichtig“, erklärt Niebuhr. Konkret: Am heutigen Sonntag geht es beim Triplette-Turnier sogar um offizielle Masters-Ranglistenpunkte des DPV (Deutscher Pétanque-Verband). Er gehört zum Dachverband der Kugelsportarten, zu denen auch Boccia und Boule zählen. Beim Triplette-Turnier besteht jede Mannschaft aus drei Spielern.

Für Außenstehende ist diese Sportart nicht ganz leicht zu durchschauen. Einfach erklärt: Gespielt wird beim Boule in der Regel mit drei größeren Metallkugeln und einer kleinen Kugel, dem „Schweinchen“. Dieses wird zuerst auf die möglichst platt gewalzte Sandbahn geworfen. Für die Spieler geht es darum, die drei Eisenkugeln mit geschicktem Wurf so dicht wie möglich am „Schweinchen“ zu platzieren. Dabei geht es oft nur um Millimeter – weshalb das Maßband neben dem Staubtuch zum Polieren der Kugeln wichtigstes Utensil ist.

Nach dem verregneten Vorjahresturnier freuen sich die Veranstalter über das Top-Wetter. Allen voran Hery Andrianavalona (PSG Hamboule) aus Hamburg: Er lebt seit vielen Jahren in Deutschland, war aber schon Champion auf seiner Heimatinsel Madagaskar und kennt von dort ganz andere Temperaturen. „In Madagaskar ist Boule die Sportart Nummer zwei, gleich hinter Fußball“, erzählt er. Auch in Deutschland konnte er bereits einige Erfolge verbuchen – ebenso wie die aus Algerien stammenden Titelverteidiger der „Fehmarn Northern Open“, Tarek Iben Lahouel und Dadine Sidlazara. „Sie leben alle schon seit Jahren in Deutschland, bringen aus ihren Heimatländern aber kräftige Impulse für diese Sportart mit“, erzählt Niebuhr, der am Freitagabend selbst den Auftakt-Wettbewerb gewinnen konnte.

Weil das Turnierfinale von 9 bis fast 23 Uhr geht, werden die Bahnen abends von der Feuerwehr ausgeleuchtet. Übrigens: Insgesamt gibt es Preisgelder von 9300 Euro.

Von Gerd-J. Schwennsen

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