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Ostholstein Maßnahmenkatalog soll FFH-Gebiet retten
Lokales Ostholstein Maßnahmenkatalog soll FFH-Gebiet retten
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11:50 03.03.2016

„Ungünstig“ — die schlechteste von drei Kategorien — war das Ergebnis eines Monitoring in dem FFH-Gebiet, berichteten die LLUR-Mitarbeiter Wolfgang Detlefsen und Elke Martens-Howe, die dem Ausschuss einen Managementplan für die Küstenlandschaft vorstellten. Demzufolge umfangreich fiel der Maßnahmenkatalog aus, mit dem eine Verbesserung erreicht, zumindest aber eine Verschlechterung vermieden werden solle.

Mit der ehemaligen Salzwasserlagune, dem Eichen-Hainbuchen- Wald und dem Strand- und Dünenbereich sei das FFH-Gebiet sowohl bundes- als auch EU-weit als seltener und besonders schützenswerter Lebensraum bedeutender Tier- und Pflanzenarten anzusehen.

Zu den geplanten Maßnahmen zählen unter anderem die Einstellung der Binnenentwässerung, eine Anpassung der landwirtschaftlichen Nutzung, Schutz- und Entwicklung der Dünenlandschaft und der Lagune.

Weiterführend wolle man auch die Verlegung des Campingplatzes noch einmal diskutieren, kündigte Martens-Howe an. Eine weitere Forderung der Planer lautete: Keine weitere touristische Infrastruktur.

Ausnahmen auch im angrenzenden Bereich seien nur denkbar, wenn ein öffentliches Interesse überwiege und keine zumutbaren Alternativen existierten, so Martens-Howe.

Viele Fragen rankten sich vor allem von Seiten der CDU und der BGN um den geplanten Neubau eines Wohnmobilstellplatzes in unmittelbarer Nachbarschaft des FFH-Gebietes. „Wir haben den Eindruck, dass hier alle Vorhaben neben dem FFH-Gebiet torpediert werden“, beschwerte sich Clemens Reichert.

Wie berichtet, hatte die Neustädter Stadtvertretung Ende September vergangenen Jahres den Aufstellungsbeschluss für den entsprechenden B-Plan gefasst und damit die Planungen für den Rettiner Wohnmobilplatz vorangetrieben. Die Verwaltung hatte schon damals darauf hingewiesen, dass die Untere Naturschutzbehörde diesem Projekt aufgrund des FFH-Gebietes keine Realisierungschancen einräumt.

Die LLUR-Mitarbeiter kündigten an, dass Anlieger am 19. März — die breite Öffentlichkeit dann im Rahmen einer Infoveranstaltung am 21. März — über den Managementplan informiert werden sollen.

Von Thomas Klatt

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