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Ostholstein Meerschweinchen-Leasing ist der Renner
Lokales Ostholstein Meerschweinchen-Leasing ist der Renner
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20:19 30.08.2013
Tom Beck füttert „Hanna“. Leasing-Meerschweinchen „Rocker“ wartet, bis er an der Reihe ist. Quelle: Fotos: Thomas Klatt

„Rocker“ hat es gut getroffen. Sein Stall bei Ehepaar Beck in Langenhagen hat sozusagen Penthouse-Charakter. Auf drei Etagen kann er sich mit seiner weiblichen Mitbewohnerin „Hanna“ tummeln. „Rocker“ hat sich das redlich verdient. Sein Job: Leasing-Meerschweinchen.

Angefangen hatte alles mit einer Idee von Janina Klaus (37). Die Neustädter Tierärztin kopierte eine Idee aus der Schweiz: Sie züchtet und verleiht Meerschweinchen, um den Besitzern mittelfristig den Ausstieg aus der Haltung zu ermöglichen. Das dahinter liegende Prinzip: Meerschweinchen werden überwiegend zu zweit gehalten. Stirbt eines, sind die Halter in der Zwickmühle, das andere alleine leben zu lassen oder ein weiteres zu kaufen. Die Leasing-Meerschweinchen von Janina Klaus bieten hier die Möglichkeit zum Ausstieg aus der Haltung: Stirbt das Meerschweinchen der Halter, kann das Leasing-Meerschwein zurückgegeben werden.

Mit ihrer Berichterstattung über das Leasing-System für die drolligen Nagetiere vor einem Jahr hätten die LN einen regelrechten Boom ausgelöst, berichtet Janina Klaus. Das Fernsehen und noch einige weitere Zeitungen berichteten über das Leasing-Modell. Die Nachfrage wurde so groß, dass Janina Klaus mit der Lieferung der Meerschweine kaum noch hinterher kam. „Ich hatte mir so acht bis zehn Meerschweinchen in einem Stall vorgestellt“, sagt Klaus. Aus den acht bis zehn sind mittlerweile fast 100 geworden. Unterstützung erhält sie von ihrer Tierarztkollegin Regine Seesko, die die Tiere in einem Außenstall bei sich zu Hause in Manhagenerfelde hält.

Von hier aus gehen die Nager mittlerweile in alle Bereiche Norddeutschlands. Von der Westküste habe es schon viele Anfragen gegeben, aber auch nach Braunschweig wurde schon ein Meerschweinchen vermittelt. Neben der medialen Berichterstattung tue die Mund-zu-Mund-Propaganda ihr Übriges.

40 Euro beträgt die Leasing-Gebühr, inklusive eines einmaligen Gesundheitschecks pro Jahr. Ein lukratives Geschäft sei das trotzdem nicht, sagt Janina Klaus. Die Haltung und Fütterung der Meerschweinchen und die erforderlichen Kastrationen führten dazu, dass das ganze Unterfangen „lediglich zum Selbstkostenpreis“ laufe.

Oftmals seien Kinder der Grund für die Anschaffung der Meerschweinchen. Seien die dann aus dem Haus, sähen sich die Eltern oftmals vergeblich nach einer Abnahme der Meerschweinchen um. Bei Ehepaar Beck waren es andere Gründe. Die Einschränkungen bei der Urlaubsplanung, aber auch die Neuanschaffung eines Hundes brachten die Becks dazu, auf das Angebot von Janina Klaus zurückzugreifen. Nach dem krankheitsbedingten Tod dreier Meerschweinchen wurde „Rocker“ als Spielgefährte geleast. Der wurde bereits drei Mal an neue Besitzer weitergegeben und zählt damit zu den Veteranen im Verleihsystem.

Sollte „Hanna“ vor ihm in den Meerschweinchenhimmel gehen, kommt „Rocker“ zurück in die Obhut von Janina Klaus. Und sollte „Rocker“ als Erster das Zeitliche segnen, dann können die Becks nochmal ein neues Meerschweinchen leasen.

„Wir sind mit der Lieferung nicht mehr nachgekommen.“
Janina Klaus, Tierärztin

Thomas Klatt

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