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Ostholstein Mehr Geld für den Sport gefordert
Lokales Ostholstein Mehr Geld für den Sport gefordert
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18:20 20.05.2017
„Sportförderung ist keine freiwillige Leistung.“Rolf Röhling Vorsitzender KSV-Ostholstein

Der Sport sei in Schleswig-Holstein nicht ausreichend berücksichtigt. Dies betonte der alte und neue Vorsitzende des Kreissportverbandes (KSV) Ostholstein, Rolf Röhling, auf dem Verbandstag des KSV in Lensahn. „Das Land ist in der Sportförderung deutschlandweit bisher an letzter Stelle aller Bundesländer.“ Bisher werden acht Millionen Euro ausgegeben, der Sport benötige aber elf Millionen Euro im Jahr, um die anstehenden Aufgaben zu lösen, insbesondere für die Sanierung der Sportstätten, stellte Rolf Röhling heraus.

Die finanzielle Förderung des Sports sei eine Staatsaufgabe und keine freiwillige Leistung. „Daran sollten sich alle Politiker auf kommunaler Ebene, im Kreis und im Land erinnern“, berichtete der Vorsitzende. Es gebe aber auch Ausnahmen. So betonte Rolf Röhling die „sach- und fachgerechte sowie harmonische Zusammenarbeit“ mit dem Kreis Ostholstein. Nicht vergessen wollte Rolf Röhling auch seinen Dank an die Sparkasse Holstein und die Sparkassen-Stiftung. Sie seien der zweitgrößte Zuschussgeber nach dem Kreis für den KSV, die Vereine und die Fachverbände.

Einen Mitstreiter in Sachen verbesserter Sportförderung sieht der Vorsitzende in Hans-Jakob Tiessen. Mit dem Präsidenten des Landessportverbandes führe eine Person den Verband, die auch finanzielle Forderungen an die Landesregierung stelle. „Sportförderung ist auch Wirtschafts- und Standortförderung. Wir wollen Überzeugungsarbeit leisten und sammeln Zahlen, Daten, Fakten, um politisch zu argumentieren“, sagte Tiessen in seinem Grußwort an die Versammlung.

In einem kurzen Vortrag informierte Stefan Müller von der Investitionsbank Schleswig-Holstein über Möglichkeiten von Zuschüssen aus Fonds und Investitionsprogrammen des Bundes und des Landes, über KfW-Kredite und die Spendenplattform „Wir bewegen.sh“, auf der durch Crowdfunding Projekte unterstützt werden können.

Abseits des Geldes hatten die beiden obersten Funktionäre des LSV und KSV aber ein Lächeln im Gesicht, wenn es um die Mitgliederentwicklung in Ostholsteins Sportvereinen geht. So zähle der KSV 385 Mitglieder mehr als noch vor einem Jahr. Tiessen lobte zudem die mustergültige Arbeit in der Integration und im Engagement für das Sportabzeichen.

Bei den Wahlen wurde Rolf Röhling nicht nur zum Vorsitzenden des KSV, sondern auch zum Pressewart wiedergewählt. Jutta Voigt ist neue 3. Vorsitzende und übernimmt den Posten von Götz Haß. Sie wurde auch als Vorsitzende des Ausschusses „Frauen im Sport“ bestätigt. Als Sportwart bleibt Wolfgang Runge im Amt und für den Bereich Sportabzeichen ist weiterhin Günter Frentz im Vorstand tätig. Darüber hinaus hat der Verbandstag Timo Stich als neuen Vorsitzenden der Sportjugend bestätigt. Alle Entscheidungen trafen die 86 Delegierten einstimmig.

Im Rahmen der Ehrungen erhielt Adolf Evers vom Keglerverein Lensahn die KSV-Ehrennadel. Axel Rohde, Sven Prüss und Bernd Kripke (alle Kabelhorst-Schwienkuhler SC) wurden mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet und die Ehrennadel in Gold bekam Holger Bumann aus Malente. Geehrt für seine Verdienste um die Sportjugend wurde Rene Tacken aus Kellenhusen. Zum Ehrenmitglied ernannte der Verbandstag Götz Haß aus Oldenburg. Er konnte aber aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst vor Ort sein.

Markus Billhardt

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