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Ostholstein Mehr Geld für die Kindertagespflegekräfte
Lokales Ostholstein Mehr Geld für die Kindertagespflegekräfte
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16:23 05.12.2018
Sitzung des ostholsteinischen Kreistages: Die SPD um Fraktionschef Burkhard Klinke (vorne, 2.v.l.) konnte sich mit ihrem Antrag gegen CDU, Grüne und FDP nicht durchsetzen. Auf der Tribüne im Hintergrund verfolgten viele Betroffene die Debatte. Quelle: GÄBLER
Eutin

Es ist eine gute Nachricht für alle 78 Tagesmütter und -väter zwischen Fehmarn und Bad Schwartau: Nach einer hitzigen und gut 90-minütigen Debatte hat der Kreistag beschlossen, den Stundensatz pro betreutem Kind von bisher 3,90 Euro auf fünf Euro anzuheben. Der Wermutstropfen: die von den Tagesmüttern gewünschte – und von der SPD-Fraktion als Antrag eingebrachte – Bezahlung bei Krankheits- und Urlaubstagen wird es nicht geben.

Während im Plenum und auf der Tribüne – gut 20 Tagespflegekräfte waren gekommen – die Erhöhung auf fünf Euro gut geheißen wurde, gab es eine Debatte um die Krankheits- und Urlaubstage. Petra Kirner (CDU): „Mit dem Betrag sind wir landesweit an der Spitze. Die neue Satzung greift zum 1. Januar 2019. Alles Weitere haben wir ausgeklammert, weil es rechtliche Grauzone ist.“ Tagespflegekräfte seien selbstständig und müssten für Krankheit und Urlaub eigenständig Vorsorge treffen, so Landrat Reinhard Sager. Er sprach von einem rechtssicheren Modell.

Gabriele Freitag-Ehler (SPD) meinte, dass angesichts des Millionenüberschusses auch Geld für Tagesmütter da sein müsse. Dr. Joachim Rinke (FDP) sagte, dass der SPD-Antrag eine weitere halbe Millionen Euro koste. Monika Obieray (Grüne) war überzeugt, dass es mit der Erhöhung nun eine planbare Größe für alle gebe.

Am Ende sprach sich die Mehrheit von CDU, Grünen, FDP und FW für die Stundensatz-Erhöhung und gegen die Bezahlung der Krankheits- und Urlaubstage aus.

Louis Gäbler

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