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Ostholstein Mehr Gewerbe für Bosau
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20:45 04.01.2018
Blick aus dem Fenster in die Zukunft: Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt hofft, die Wiese zwischen dem Edeka-Markt in Hutzfeld an der Hauptstraße (L 176) und der Kreuzung Brackrade/Brüggkamp als Gewerbegebiet erschließen zu können. Quelle: Foto: Dirk Schneider
Bosau

Gewerbeansiedlung, Wohnbaugebiete, Glasfasernetzausbau, Feuerwehrmodernisierung, Verwaltungsstrukturveränderungen und nicht zuletzt die Kommunalwahl – die Liste der zu erfüllenden und selbst gestellten Aufgaben ist lang. „Mit dem Jahresbeginn gehen wir mit zahlreichen Informationsveranstaltungen in die Vermarktungsphase für den Breitbandausbau in der Gemeinde Bosau“, sagt Schmidt. Bis Ende Februar müssen 60 Prozent der knapp 1500 Haushalte einschließlich der 260 Zweitwohnsitze einen Vorvertrag zum Anschluss abgeschlossen haben. „Die Dorfschaft Hutzfeld mit etwa 400 Wohneinheiten ist von diesem Verfahren ausgenommen, weil dieser Standort durch die Telekom mit mindestens 50 Mbit als erschlossen gilt“, erklärt Schmidt.

Parallel dazu soll die Bauleitplanung für die Ausweitung des Gewerbegebiets im Ortsteil Hutzfeld angeschoben werden. „Der Edeka-Markt möchte seine Fläche erweitern“, sagt Schmidt. Zudem fehle in der Gemeinde beispielsweise eine Tankstelle und auch die Ansiedlung eines Ärztehauses sowie verschiedener Handwerksbetriebe seien denkbar und wünschenswert. Planerisch betreut werden müsse auch das Neubaugebiet in Liensfeld, in dem 14 Wohneinheiten entstehen. „Die ersten Grundstücke sind verkauft, die Bauanträge eingegangen“, berichtet Schmidt. Nur neun Monate nach dem ersten Richtfest am Bosauer Uhlenbusch stehen bereits 28 der 30 geplanten Häuser. „Es ist beachtlich wie schnell dieses neue Baugebiet voll gelaufen ist.“

Einen ganz eigenen Akzent könne für den Umweltschutz gesetzt werden. So werbe er für die Entwicklung eines Konzepts, um Bosau als Bienen- und Insektenfreundliche Gemeinde darstellen zu können. „Wir könnten auf eigenen Flächen Streuobstwiesen anlegen, die Streifen an den Regenwasserrückhaltebecken sowie Gärten und Grünflächen an Schulen und Kindergärten aktivieren.“

Weitere Arbeitsfelder seien die Inklusion – beispielsweise durch die Schaffung barrierefreier Zugänge für gemeindliche Immobilien – und die Vorbereitung für die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans.

So müssten die Weichen für die Ersatzbeschaffung zweier fast 30 Jahre alter Fahrzeuge für die Wehren Bichel-Wöbs-Löja und Braak-Klenzau gestellt werden. Bei letzterem Standort müsse auch die Gebäudesituation berücksichtigt werden.

Aber auch hinter den Kulissen gebe es eine Menge zu tun. Nach der Kommunalwahl, deren Organisation mit großem Aufwand durch Beratungen und Prüfungen verbunden sei, müsse die neue Gemeindevertretung mit ihren Ausschüssen sowie 15 Dorfschaften eingearbeitet werden, wobei der Einstieg in die papierlose Gremienarbeit eine weitere Herausforderung darstelle.

Und dann sei da noch die Umstellung auf das neue Modell für das Amt Großer Plöner See, das aktuell von Mario Schmidt geschäftsführend geleitet wird. Nach seinem Ruhestand Ende März 2019 soll ein Leitender Verwaltungsbeamter diese Funktion übernehmen. An der Spitze der Gemeinde Bosau stehe dann ein ehrenamtlicher Bürgermeister, dem Mario Schmidt gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen würde.

Aber das ist noch Zukunftsmusik für 2019.

Von Dirk Schneider

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