Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Mehr Kita-Plätze für Oldenburg
Lokales Ostholstein Mehr Kita-Plätze für Oldenburg
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:27 16.03.2016

Die Stadt Oldenburg will zusätzliche Kita- und Krippen- Plätze schaffen. „Wir rechnen mit einer weiter steigenden Nachfrage“, so Bürgermeister Martin Voigt (parteilos). Derzeit könne der Bedarf zwar gedeckt werden, einen Puffer gebe es jedoch nicht. Das Angebot müsse erweitert werden, damit die Stadt künftig in der Lage sei, auch nach Beginn des Kita-Jahres noch Nachzügler aufzunehmen — etwa Kinder aus neu zugezogenen Familien oder von Flüchtlingen.

Weitere Betreuungsplätze würden sowohl im Kita-Bereich als auch für die ganz Kleinen unter drei Jahren gebraucht, sagte der Verwaltungschef jetzt im Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten.

„Die kleinste Lösung wäre eine altersgemischte Gruppe“, so Voigt, er rechne allerdings damit, dass das den Bedarf an Krippenplätzen nur kurzfristig abdecken würde. Außerdem sei es sinnvoll, die U3-Plätze auf mehrere Einrichtungen zu verteilen, wenn Oldenburg seine Träger-Vielfalt erhalten wolle: „Die Eltern möchten in der Regel nicht, dass ihr Kind nach der Krippenzeit in eine andere Kita wechselt.“

Mit den Trägern laufen bereits Gespräche darüber, wie zusätzliche Angebote ins Leben gerufen werden könnten. Alle Betroffenen wurden laut Verwaltung angeschrieben; DRK, Paritätischer und Kinderschutzbund haben daraufhin Konzepte vorgelegt. Die Ausschuss-Mitglieder haben sich geschlossen dafür ausgesprochen, mit allen drei Trägern weiter zu verhandeln. Im Gespräch ist auch eine Kooperation mit dem Wallmuseum für eine Kita-Gruppe, die sich vorrangig auf dessen Außengelände oder in der umliegenden Natur aufhalten könnte.

Laut Bürgermeister sollen nun zunächst „so schnell wie möglich“ weitere Betreuungsplätze geschaffen werden. Auf längere Sicht werde die Stadt dann auch in anderen Bereichen nachsteuern müssen: „Ein attraktives Angebot für Eltern umfasst nicht nur die Anzahl der Plätze, sondern auch bedarfsgerechte Betreuungszeiten.“ Zuerst einmal gelte es aber, „zu vermeiden, dass wir Kinder auf andere Kommunen verweisen müssen“.

Thomas Bauer vom Paritätischen prognostizierte derweil, dass es mit den aktuell angedachten 15 Kita- und zehn Krippen-Plätzen nicht lange getan sei. Die jährliche Geburtenrate liege zurzeit bei etwa 60 — so viele Krippenplätze gibt es zurzeit auch in der Stadt, die laut Verwaltung alle belegt sind. Es werde jedoch immer selbstverständlicher für Eltern, ihr Kind in die Krippe zu geben, so Bauer.

Setze sich die jetzige Entwicklung fort, würden irgendwann so gut wie alle Ein- und Zweijährigen einen Platz brauchen. „Das wären dann zwei Jahrgänge — und damit doppelt so viele Plätze wie jetzt“, mahnt Bauer.

Auch im Hauptausschuss soll es morgen unter anderem um das Thema Betreuungsplätze gehen. Beginn ist um 19 Uhr im Bildungs- und Kulturzentrum.

Von Jennifer Binder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schnittgut sollte entzündet werden — das ging schief.

16.03.2016

„Fußpflege Deluxe“ heißt es am kommenden Sonntag, 20. März, ab 20 Uhr in der „Altdeutschen Bierstube“. Weiter geht es bereits am Sonntag, 10.

16.03.2016

Die Gemeinde Großenbrode nimmt sich für die kommenden Jahre Großes vor. Bei dem eigens hierfür aufgelegten Masterplan 2015 geht es im Kern um die touristische und dörfliche Gestaltung.

16.03.2016
Anzeige