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Ostholstein Mehr Luft und Platz für junge Kälber
Lokales Ostholstein Mehr Luft und Platz für junge Kälber
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20:51 19.09.2013
Dr. Eckhard Boll (v.l.), Leiter in Futterkamp, sowie Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer und deren Geschäftsführer Peter Levsen Johannsen stellten gestern der Öffentlichkeit den neuen Kälberstall in dem Lehr- und Versuchszentrum vor. Quelle: Fotos: Thomas Klatt

Einzelzimmer mit viel Licht und Luft, dazu hervorragende klimatische Bedingungen — nicht nur ein Appartement an der See kann so beworben werden, sondern auch der neue Kälberstall im Lehr- und Versuchszentrum in Futterkamp, der gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Gesundheit der Kälber steht dabei im Mittelpunkt.

Gerade einmal sechs Jahre ist es her, dass die Futterkamper Kälber aus dem Altgebäude in den damaligen Neubau umgezogen sind. Die bisherige Stallbauform — Gruppen-Iglus in unterschiedlicher Größe — gilt mittlerweile wieder als überholt. Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein hat deshalb reagiert und ein neues Konzept umgesetzt: den sogenannten Holsteiner Kälberstall.

Eine optimierte Luftsteuerung und erhöhter Tierkomfort sollen dabei vor allem der Tiergesundheit zugute kommen, wie Claus Heller, Präsident der Landwirtschaftskammer, gestern hervorhob: „Wir wollen gesunde, vitale Kälber, aus denen später leistungsbereite, langlebige Kühe werden. Gesunde Tiere zu halten liegt im elementaren Interesse des Landwirts“, sagte Heller in Gegenwart zahlreicher Landwirte, die aus ganz Schleswig- Holstein gekommen waren, um sich über das neue Konzept zu informieren.

Viele Kühe, so war gestern zu erfahren, wiesen nach der Schlachtung zum Teil erhebliche Schädigungen der Lunge auf. Mit dem Umbau des Kälberstalls für Jungtiere und einem Neubau für Kälber sollen derartige gesundheitliche Beeinträchtigungen schon in der Aufzucht vermieden werden. Das neue Konzept biete Vorteile im Hinblick auf eine bessere Lüftungssteuerung, mehr Platz für die Tiere, aber auch bessere arbeitswirtschaftliche Bedingungen. So wird das Ausmisten der eingestreuten Boxen mittels breiter Mistachsen und Schwenktore, mit denen die Tiere „gesteuert“ werden können, erleichtert.

Spezielle Dämmungen verhindern das „Abziehen“ von Körperwärme der Tiere, Zugluft wird vermieden.

320 000 Euro hat die Landwirtschaftskammer in dieses Projekt investiert. Die Kosten seien jedoch für die Landwirte nicht relevant, da Neu- oder Umbauten in Futterkamp unter ganz anderen wirtschaftlichen Vorzeichen stünden, betonte Dr. Eckhard Boll, Leiter des Lehr- und Versuchszentrums.

Baumaßnahmen in der Landwirtschaftskammer hätten nicht das vorrangige Ziel, die Produktionskapazitäten zu vergrößern, sondern Haltungssysteme und technische Einrichtungen zu erproben und deren Praxistauglichkeit zu bewerten.

„Gesunde Tiere zu halten, liegt im elementaren Interesse des Landwirts.“
Claus Heller

Thomas Klatt

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