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Ostholstein „Mein Lebensmittelpunkt ist der Hafen“
Lokales Ostholstein „Mein Lebensmittelpunkt ist der Hafen“
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18:17 12.01.2016
Der Fischereihafen hat für ihn eine ganz besondere Bedeutung: Jonny Grönwald. Quelle: Peter Mantik

Als Gottfried Grönwald am 30. April 1955 das Licht der Welt erblickt, hat er quasi vom ersten Tag an vom Haus am Ufer 6 b die Seeluft in der Nase. Seine Welt wird der Fischereihafen. „Mein Urgroßvater, Großvater, Vater und meine Cousins waren alle Fischer“, sagt Grönwald. „Der Hafen ist daher bis heute mein Lebensmittelpunkt.“

Dass Grönwald nicht selbst auch Fischer wurde, hat er seiner Mutter Emmi zu verdanken. Die hatte erkannt, dass die Branche künftig zu kämpfen haben werde — und setzte sich mit dieser Auffassung gegen die Männer in der Familie durch. Das war aber nicht immer so. „Im Grunde genommen ist die Geschichte, wie es zu meinem Vornamen kam, aus heutiger Sicht ein Witz“, sagt Grönwald.

Urgroßvater, Großvater und Vater Grönwald hießen alle Gottfried mit Vornamen. Und als Emmi Grönwald schwanger wurde, kam der Großvater auf sie zu und unterbreitete folgendes Angebot: „Wenn Du das Kind Gottfried nennst, bezahle ich den Kinderwagen. Sonst nicht.“ Da Geld damals knapp war, willigte Mutter Emmi widerwillig ein. Gottfried der Vierte sagt heute: „Als meine Mutter den Kinderwagen hatte, nannte sie mich fortan aber nur noch ,Jonny‘. Schon bald nannten mich alle so.“ Das zog weitere Anekdoten nach sich. Wie etwa die vom ersten Schultag Jonnys in der Grundschule in der Brückstraße. „Als der Lehrer die Anwesenheitsliste durchging und der Name ,Gottfried‘ fiel, stand keiner auf. Ich fühlte mich nicht angesprochen.“

Zu der Zeit lebten die Grönwalds bereits in Orthmühle — im Fischerviertel. Seine Sommerferien verbrachte er bei Opa auf dem Steinwarder — der hatte umgesattelt und vermietete Tret- und Ruderboote an die Urlauber. Jonny Grönwald erinnert sich gern an eine Begebenheit aus seiner Teenagerzeit. Als am 30. September 1970 das Jimi-Hendrix-Konzert auf Fehmarn stattfand, lauschte auch Jonny Grönwald — vom Graswarder aus. „Ich war bei Luise in der Kneipe. Der Ostwind war aber so stark, dass wir die Musik von dort aus deutlich hören konnten.“

Beruflich lernte er bei der Post das Fernmeldehandwerk. Mit 27 wurde er Bundesbeamter und mit der Privatisierung der Telekom bereiste Grönwald Deutschland. „Oft war ich ein halbes Jahr wegen Fortbildungen weg. In dieser Zeit reifte der Gedanke, dass ich eigentlich nirgendwo anders leben möchte als in Heiligenhafen. Ich habe nie ernsthaft überlegt wegzugehen“, sagt Jonny Grönwald. Ein Leben in und für Heiligenhafen.





Heiligenhafen hat die Wahl

pm

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