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Ostholstein Menschen und Hunde: Sportliche Teams in Ahrensbök
Lokales Ostholstein Menschen und Hunde: Sportliche Teams in Ahrensbök
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19:23 20.09.2016
Der Hund kann fliegen, ein bisschen jedenfalls: „Piet“ und Frauchen Martina Netzel (PGH Ostholstein).

„Paul“ (5) war zum letzten Mal dabei. Er geht in die sportliche Rente und hat sich seine Leberleckerchen redlich verdient. Der große schwarze Mischlingsrüde startete mit seinem Frauchen Janine Burmeister (34) beim Turnierhundesport-Fest in Ahrensbök. Nach zehn Jahren Pause hatte ihr Verein, die Hundesportgemeinschaft (HSG) Ahrensbök, wieder ein Turnier ausgerichtet, und zwar mit mehr als 60 Teilnehmern aus 13 Vereinen. Leistungsrichter, Teilnehmer und Publikum waren sich einig: „Das war super.“

Mehr als 60 Teilnehmer aus 13 Vereinen machten beim Turnier der HSG mit.

Training, Tipps, Tricks

Ausbildung, Training, spielerische Erziehung, Tipps und Tricks für das Zusammenleben mit dem Hund, sportliche Betätigung bei Prüfungen und Turnieren wie jetzt in Ahrensbök: Das bietet die Hundesportgemeinschaft auf dem Übungsplatz Spechserholz 1.

Sämtliche Ergebnisse des Turniers und weitere Informationen über den Verein und seine Angebote unter www.hsg-ahrensboek.de.

Auf dem Hundesportplatz am Spechserholz trafen sich von Flensburg bis Groß Grönau, aus Timmendorfer Strand, Eutin, Lübeck, Kiel, Hamburg und Heiligenhafen Begeisterte, die Leichtathletik mit Hund betreiben. Vom kleinen Jack-Russell-Terrier bis hin zum Königspudel mit „Irokesen“-Haarputz war an Vierbeinern alles vertreten, was die hündische Vielfalt ausmacht. „Das Turnier setzt sich aus verschiedenen Disziplinen zusammen“, erläuterte HSG-Pressewartin Carmen Barenhop: „Drei- und Vierkampf, Hindernisturnier und Geländelauf sowie ein Shorty.“

Wie sportlich es dabei zugeht, davon konnte sich das große Publikum überzeugen. Der Hundeführer sprintet, gleichzeitig nimmt sein Hund im Idealfall auf Fußhöhe eine Reihe von Geräten. „Da nützt einem beispielsweise beim Slalom ein megaschneller Hund leider gar nichts, wenn man selbst nicht so fix ist. Die Zeit wird nämlich erst genommen, wenn der Mensch durch ist“, so die Erklärung. Zum Vierkampf, der Königsdisziplin, zählten Unterordnung, Slalom, Hindernis- und Hürdenlauf. Beim Dreikampf entfiel die Unterordnung. An den Sprint aus der Leichtathletik erinnerte die 75 Meter lange Hindernislaufbahn, bei der der Mensch neben der Bahn sprintet und sein Hund möglichst auf gleicher Höhe Sprünge, Tunnel und andere Hindernisse überwindet.

Dort hatte „Paul“ seinen letzten Turniereinsatz und errang mit seinem Frauchen Janine Burmeister in ihrer Altersklasse den zweiten Platz im Vierkampf. „Er soll nicht mehr so viele Sprünge machen. Wir satteln nun um auf Obedience, die hohe Schule der Teamarbeit“, sagte sein Frauchen und tätschelte ihren „Paul“. Leicht fällt der Abschied von diesem Sport sicher nicht, er wird mit Leidenschaft betrieben. Langstreckenläufer hatten ihre Herausforderung beim 2000-Meter-Geländelauf. Dort war von der HSG Andrea Bohl mit „Abby“ in der Altersklasse ab 50 in 16.41 Minuten am schnellsten. Tobias Lentz (HSG) siegte mit „Rieke“ in der Altersklasse ab 19 Jahren in 7.57 Minuten. Beim Dreikampf ebenfalls in der Altersklasse ab 50 war Andreas Boller von der HSG mit seinem Labrador „Bolle“

erfolgreich.

„Die Ausrichtung dieses Turniers ist absolut top“, lobten die Leistungsrichter Reinhold Wiechmann aus Lübeck und Holger Bartelsen aus Flensburg unisono. Ein Team von 30 Helferinnen und Helfern hatte unter Mitarbeit der diesjährigen HSG-Landesmeisterin im Turnierhundesport, Stefanie Kasch, Spartenleiterin Petra Höpfner, Prüfungsleiterin Birgit Finger und vielen helfenden Händen, die für Salate, Grillwurst, Kaffee und Kuchen zuständig waren, bei der HSG Ahrensbök für einen besonderen Tag im Hundesport gesorgt und bei dem einen oder anderen Zuschauer Interesse an diesem lauffreudigen Sport geweckt. „Paul“ kann es nur empfehlen.

Manuela Boller

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