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Ostholstein Meyer will alle Malenter Klinken putzen
Lokales Ostholstein Meyer will alle Malenter Klinken putzen
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20:21 13.02.2016
Jetzt kann Jörg Meyer seinen Wahlkampf richtig planen und sofort loslegen. Der 54-jährige Finanzbeamte aus Eckernförde wurde gestern während der Jahresversammlung des 45 Mitglieder starken Malenter SPD-Ortsvereins von den 17 Anwesenden einstimmig zum Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Erste Gratulanten waren der Ortsvereinsvorsitzende Andreas Hillesheim, Fraktionsvorsitzender Jürgen Redepenning und der stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Burkhard Klinke.

„Malente braucht ein zielorientiertes Konzept.“

Jörg Meyer, SPD

Meyer ist seit 23 Jahren Finanzbeamter in Eckernförde. Da das Amt im Zuge der Verwaltungsstrukturreform aber aufgelöst wird und weil sich auch seine Ehefrau Manuela beruflich verändern möchte, sehen beide in Malente ein neues Zuhause. Sollte er gewählt werden, werden beide auch dorthin ziehen, so Meyer. Er verfügt eigenem Bekunden nach nicht nur über Erfahrung in mehreren Verwaltungen, sondern auch in der Kommunalpolitik. Seit 2013 ist er in Eckernförde stellvertretender Bürgermeister.

Eine wichtige Aufgabe als Verwaltungschef werde für ihn sein, „im Sinne der Sacharbeit zwischen den sich widerstreitenden Interessen ausgleichend und vermittelnd zu wirken“. Aus seiner Sicht habe die Gemeinde Malente die Chancen für eine behutsame Weiterentwicklung durch den Streit zwischen den Parteien sowie zwischen Politik und Verwaltung verpasst. „Ich werde nicht sagen, was nicht geht.

sondern Lösungen und Wege finden, wie etwas geht“, kündigte Meyer an.

Der Kandidat forderte die Weiterarbeit an einem Gemeindemarketingsprozess. Viele Idee, die in diesem Verfahren bereits geboren wurden, seien nicht umgesetzt worden. Dies führe zu Frust bei den Beteiligten, die sich in ihrer Freizeit engagieren. Malente habe in den vergangenen Jahren „viele Baustellen aufgemacht und sie nicht abschließend abgearbeitet.“

Er sei auf Landesebene gut vernetzt, ließ Meyer die Malenter Sozialdemokraten wissen. So bekomme er wertvolle Tipps für seinen Wahlkampf von den früheren Innenministern und Bürgermeistern Andreas Breitner und Klaus Buß. Er habe Kontakt zum jetzigen Ministerpräsidenten Torsten Albig, einem früheren Finanzbeamten, und zu seinem Namensvetter, Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

Jörg Meyer sprach als ein weiteres Thema den Tourismus an und forderte dafür „ein zielorientiertes Konzept für die Gemeinde“. Denkbar sei auch die Entwicklung eines Investitionsprogrammes mit zinsgünstigen Krediten für Malenter Vermieter. Sie könnten so die Qualität von Quartieren verbessern.

Regelmäßig werde er abends Sprechstunden in den einzelnen Dörfern abhalten, kündigte er an.

Vier Wochen vor dem Wahltermin am 29. Mai wird Meyer Urlaub nehmen und seine Zeit ganz dem Wahlkampf widmen. „Ich will in der Gemeinde jede Außentürklinke einmal in der Hand gehabt haben“, setzte er sich als Ziel. In den neun Dorfschaften der Kommune leben über 11 300 Menschen.

Christina Düvell-Veen

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