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Ostholstein Migrationsarbeit trägt erste Früchte
Lokales Ostholstein Migrationsarbeit trägt erste Früchte
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20:16 09.09.2016

Die Flüchtlingszahlen sind stark zurückgegangen. Dennoch will man auch in Oldenburg an den Bemühungen zur Integration der neuen Mitbürger festhalten.

Migrationsbeauftragter Jochen Picht gab im Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten einen Rückblick über bisherige Aktivitäten und erläuterte Pläne für künftige Vorhaben.

Ausgangspunkt sei ein Runder Tisch gewesen, aus dem die Arbeitsgruppen „Förderung des Spracherwerbs“ und „Interkulturelle Begegnung“ hervorgegangen seien, schilderte Picht. Man habe das seinerzeit als Auftrag verstanden. Ein Auftrag, den die Migrationsbeauftragten der Stadt und ihre vielen ehrenamtlichen Helfer offenbar gut erledigt haben.

Picht: „Wir halten die ganze Woche Angebote vor.“ Da gebe es montags die Morgenmusik mit einer Musiktherapeutin. Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag biete der „Pop up Tearoom“ ein niederschwelliges Angebot. Picht: „Zuerst gab es dort nur Tee und die Möglichkeit, eigene E-Mails abzurufen. Mittlerweile findet hier auch Sprachunterricht statt und es werden Beratungen angeboten.“

Als großen Erfolg wertet Picht den „Interkulturellen Gemeinschaftsgarten“, an dem außer dem Integrationsbüro auch Jugend- und Seniorenbeirat und die Grundschule am Wasserquell beteiligt seien. „Es gibt hier Flüchtlinge, die die Gelegenheit nutzen, Kräuter aus ihrer Heimat anzubauen, die sie hier für ihre Küche vermissen“, schildert Picht. Auch das Fußballspielen auf der Priesterwiese am Freitagnachmittag werde gut angenommen.

Picht hat auch schon ein paar weitere Pläne im Köcher: So ist ein „Midnight-Basketball“ am Samstagabend ebenso in Planung wie eine Kochveranstaltung für Flüchtlinge und Oldenburger, bei der „über den Tellerrand hinaus gekocht werden soll“. Nach dem Vorbild eines Berliner Projektes schwebt Picht zudem ein „Share-Haus“ vor, in dem Oldenburger Bürger und Flüchtlinge gemeinsam für einen begrenzten Zeitraum leben könnten. Picht: „Die Mieten wären dann günstig, aber man müsste auch gemeinsam etwas für das Haus tun.“

Eine Beobachtung über die sich Picht besonders freut: „Alle ehrenamtlichen Helfer, die sich an diesen Projekten beteiligt haben, haben zum großen Teil auch selbst von ihrem Engagement profitiert.“

Thomas Klatt

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