Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Milchdamm soll zum neuen Bahnhof führen
Lokales Ostholstein Milchdamm soll zum neuen Bahnhof führen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:55 22.07.2016
Anzeige
Oldenburg

Eine Anbindung über den Qualser Weg ist damit vom Tisch – genau wie die Verlegung des Haltepunkts nach Göhl, die in der jüngsten Sitzung ebenfalls erneut diskutiert wurde.

Die Verwaltung hatte sich von vornherein für den Milchdamm als „direkte, kürzere und städtebaulich integrierte“ Verbindung zum Bahnhof an der neuen Trasse zur festen Beltquerung ausgesprochen. Die geschätzten Kosten für den Ausbau des Milchdamms liegen bei knapp 3,6 Millionen Euro, eine Anbindung über den Qualser Weg wäre voraussichtlich etwa eine Million Euro teurer. Aus der Politik hatte es zuletzt für keine der beiden Alternativen eine Mehrheit gegeben (die LN berichteten).

Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) hatte schon damals betont, wie wichtig es für die Stadt sei, sich zu positionieren: Noch könne Einfluss auf die Planungen der Bahn genommen werden – ohne Beschluss gebe es jedoch keine Grundlage für Forderungen. Auch die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass es insofern „diesmal eine Entscheidung geben muss“. Die Meinungen zum Thema gingen derweil weiterhin auseinander.

Architekt Roland Neumann von der Agentur „BahnStadt“ mit Sitz in Berlin – welche auch die Landesverkehrsgesellschaft „Nah.SH“ bei der Gestaltung der Haltepunkte an der zukünftigen Bahntrasse berät – erläuterte in der Sitzung noch einmal die verschiedenen Möglichkeiten. Außer dem Milchdamm und dem Bereich östlich des Göhler Bahnübergangs komme kein anderer Standort für einen Haltepunkt im Bereich Oldenburg infrage; überall sonst sei der Neigungswinkel der Schienen zu groß. Er halte die Variante Milchdamm vor allem aufgrund der geringeren Entfernung zum Oldenburger Stadtzentrum für geeigneter. Auch der „geraden Anbindungsachse“ über den Milchdamm gab er den Vorzug.

Ausschussvorsitzender Detlef Ruwoldt (CDU) schloss sich dieser Einschätzung an. Weder für die Betroffenen noch für die Umwelt sei es wünschenswert, wenn Autofahrer auf dem Weg zum Bahnhof jedes Mal den Bogen über den Qualser Weg fahren müssten. Henning Andrees (FDP) und Wolfgang Seidel (FBO) sprachen sich ebenfalls für die kürzestmögliche Verbindung zum Stadtzentrum aus.

Klaus Zorndt (SPD) warnte bei dieser Variante unter anderem vor einer zu hohen Belastung der Göhler Straße. Seine Fraktion plädierte dafür, den Fahrzeugverkehr über den Qualser Weg zu lenken und die Benutzung des Milchdamms ausschließlich Fußgängern und Radfahrern zu erlauben.

Zuletzt gab es fünf Stimmen für die Anbindung über den Milchdamm und vier dagegen. Neben den drei SPD-Mitgliedern lehnte auch Torsten Becker (CDU) diese Variante ab. Er hatte im Vorfeld generell die Lage am Milchdamm wegen ihrer Einsamkeit kritisiert und erklärt, ein Bahnhof in Göhl würde ihm „eigentlich besser gefallen“.

Von Jennifer Binder

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Ostholstein Fehmarn/Heiligenhafen - Kein Konsens beim Angelverbot

Nach wie vor herrscht kein Konsens bezüglich des geplanten Angelverbotes im Belt (LN berichteten). Auch der überarbeitete Entwurf des Bundesumweltministeriums findet bei der Allianz gegen das Angelverbot keine positive Resonanz. Forderung der Allianz: Überhaupt kein Verbot.

22.07.2016

Heute und morgen sind Slawentage im Oldenburger Wallmuseum. 5000 Besucher werden erwartet.

22.07.2016

Die „Non-Stop-Show“ rund um Pferde und Ponys findet am morgigen Sonntag, 24. Juli, zum 28. Mal auf dem Reiterhof Fissau statt. Von 12 bis 18 Uhr wird dort ein üppiges Rahmenprogramm geboten.

25.07.2016
Anzeige