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Ostholstein Millionen-Minus für die LGS - Nachnutzungskonzept entsteht
Lokales Ostholstein Millionen-Minus für die LGS - Nachnutzungskonzept entsteht
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20:56 07.09.2016
Ein Blickfang: die Blumenrabatten an der Stadtbucht. Der Förderverein LGS spricht sich für ihren Erhalt aus. Quelle: Fotos: Benthien

„Geländezugang“ Nummer 400000 wurde begrüßt, Dauerkarten entpuppen sich mit mehr als 11400 Exemplaren als Renner, das Busgeschäft zieht im laufenden Monat wieder an, die Wetterprognosen für diese und die kommende Woche sind gut – die Stadt hofft, sich in den verbleibenden Tagen bis zum Ende der Landesgartenschau noch in die Nähe der 500000er Marke pirschen zu können.

Dass die von der „ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH“ aus Köln Ende 2013 prognostizierten 600000 Besucher nicht erreicht werden würden, hatte sich schon während der vergangenen Monate abgezeichnet. Wirtschaftlich werde die LGS wohl kein Erfolg werden, hatte nicht nur Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) schon gemutmaßt. Von mindestens drei Millionen Euro Minus war jetzt im nichtöffentlichen Teil des Hauptausschusses die Rede. Für Eutin bleibt dennoch mit dem neu gestalteten Gelände vom Süduferpark bis zum Seepark ein großer Gewinn.

„Wir haben den Hut in den Ring geworfen. Vielleicht nehmen Sie ihn auf.“ Jürgen Bröker-Wolf , Förderverein LGS

Möglichst zum 17. Oktober, so führte LGS-Geschäftsführer Bernd Rubelt aus, sollen die Straßen Jungfernort und die neue Straße am Bauhof freigegeben werden. Das Nachnutzungskonzept, das er den Mitgliedern des Hauptausschusses sehr detailliert vorstellte – dafür gab es großes Lob – enthält eine Reihe von Fragen, die zügig von der Politik zu klären sind. Beispielsweise die Bewirtschaftung des Wohnmobilstellplatzes (am Haupteingang der LGS), dessen Freigabe zur Saison 2017 wünschenswert sei. Die FDP hatte dafür bereits die Stadtwerke Eutin vorgeschlagen, man müsse aber auch andere mögliche Interessenten in Erwägung ziehen, so Eike Diller (Grüne), der die Betreiber des Naturpark-Camping Prinzenholz ins Spiel brachte.

Entwickelt werden müssten auch die beiden Wohnbaugebiete am Bauhof und am Forsthof, sagte Bernd Rubelt. Große Bedeutung komme darüberhinaus der künftigen Pflege von Grünanlagen zu.

Dazu hat der Förderverein Landesgartenschau seine Bereitschaft erklärt. Dessen 1. Vorsitzender Jürgen Bröker-Wolf versicherte, viele der im Verein aktiven Ehrenamtler würden sich um die Pflege des LGS-Erbes kümmern wollen. Die Rabatten im Seepark und an der Stadtbucht – eigentlich nur temporär vorgesehen – nach dem 3. Oktober wegzunehmen, wäre schade, so Bröker-Wolf. „Ohne Blumen um die Bäume herum, das wird kahl. Da kann man was tun“, so seine Einschätzung. Auch im Küchengarten halte er ein Engagement von Ehrenamtlern für machbar, hier würde der Förderverein beispielsweise gern den Bieneninformationsweg über den Zeitraum der LGS hinweg unterstützen. Bröker-Wolf schlägt im Namen des Fördervereins eine Erweiterung dieses Bildungsangebotes zu einem Bienenmuseum vor.

Die Bürger würden sich an der Nachnutzung beteiligen. Und wenn sie beteiligt seien, werde die Identifikation, auch mit dem vielleicht nicht von allen geschätzten Seepark oder der Stadtbucht besser funktionieren, so seine Ansicht. „Wir haben den Hut in den Ring geworfen, vielleicht nehmen Sie ihn auf“, sagte Jürgen Bröker-Wolf dem Ausschuss.

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