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Ostholstein Millionen für den Städtebau
Lokales Ostholstein Millionen für den Städtebau
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22:13 01.11.2017
Ostholstein

Über einen wirklich warmen Regen kann sich Ahrensbök freuen: Stolze 5,31 Millionen Euro weist die Städtebauförderung für die ansonsten eher klamme Gemeinde aus. „Es ist natürlich schön, wenn man auf diese Weise einmal vorne steht“, sagt Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos). Eine Überraschung ist der Geldsegen allerdings nicht. Bereits im Juli dieses Jahres hatten die Gemeindevertreter für den Antrag auf Teilnahme am Förderprogramm gestimmt, „und wir haben bereits eine mündliche Genehmigung bekommen“. Die Summe besteht zu je einem Drittel aus dem Anteil des Bundes, des Landes und der Gemeinde – was bedeutet, dass Ahrensbök 1,7 Millionen Euro selbst aufbringen muss, wenn der Rest fließen soll. Das Geld werde vollständig in die Sanierung der Arnesbokenhalle gesteckt, kündigt Zimmermann an, die Arbeiten sollen 2018 beginnen. „Ein Ende ist aber nicht absehbar“, meint der Bürgermeister mit Blick auf weitere Fördermöglichkeiten, „das ist schließlich ein laufendes Programm.“ Er sei deshalb zuversichtlich, weitere Mittel etwa für Straßensanierungen, den Kindergartenausbau oder die Schaffung eines Ortsmittelpunktes einwerben zu können.

Förderbescheid druckfrisch aus Kiel

Malentes Bürgermeisterin Tanja Rönck (parteilos) hatte den Bescheid aus Kiel am Mittwoch „druckfrisch“ auf dem Schreibtisch. Mit den knapp 170000 Euro, darin enthalten ist der kommunale Finanzierungsanteil aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“, möchte sie, vorbehaltlich der Beschlüsse der Gemeindevertretung, drei Punkte in Angriff nehmen. In Auftrag gegeben werden sollen die vorbereitenden Untersuchungen für das Städtebauförderprogramm, ein Einzelhandelskonzept und ein Anschubkonzept für die Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof. „Er ist bei unserem Projekt Malente 2030 bei Jung und Alt komplett durchgefallen“, sagte Tanja Rönck. Der Bahnhof sei nicht barrierearm, weise ein Sammelsurium an Lampen und verschiedenen Pflasterungen auf, es sei zu klären, ob die Parkplätze ausreichten, wo und wie Fahrräder unterzubringen seien und vieles andere mehr. „Vorplatz, Straße und Parkplatz müssen in ein Gesamtkonzept gegossen werden“, sagt Rönck. „Wir gehen am 21. November in die ersten Haushaltsberatungen, ich hoffe, dass alles so mitgetragen wird.“

Auch Eutin wird weiter vom Land gefördert: Aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gibt es im kommenden Jahr 1,65 Millionen Euro für den Historischen Stadtkern.

Den größten Anteil im Kreisnorden setzt die Stadt Neustadt um. Im Rahmen des Programms „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ werden von Bund, Land und Kommune 2,91 Millionen Euro aufgewendet. In Heiligenhafen sind es 120000 Euro, die für ein neues Integratives Stadtentwicklungskonzept (ISEK) bewilligt wurden. „Auf dieser Basis wollen wir konkrete Maßnahmen für die Innenstadt anschieben“, betont Bürgermeister Heiko Müller (parteilos). Auf der Insel Fehmarn sind für den städtebaulichen Denkmalschutz an der Arne-Jacobsen-Siedlung in Burgtiefe 231000 Euro aus dem Programm vorgesehen. „Wir freuen uns, dass wir berücksichtigt wurden“, sagt Insel-Bürgermeister Jörg Weber (SPD).

Ben, Latz, Mb

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