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Ostholstein Millioneninvestition in Intensivstation
Lokales Ostholstein Millioneninvestition in Intensivstation
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21:24 08.11.2017
Die Intensivstation soll moderner und patientengerechter werden. Sie befindet sich in der ersten Etage. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Vorhaben massiv. Bereits im März wurde bekannt, dass 3,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen (die LN berichteten). Die Zusage wirkte für die Planer der Schön-Klinik wie ein Motor. In den vergangenen Monaten wurde ein detailliertes Konzept für eine zeitgemäße Intensivstation erarbeitet. Gestern nannte der kommissarische Klinikgeschäftsführer Dirk Beutin erstmals Details.

Die Intensivstation und das Labor der Neustädter Schön- Klinik sollen für 5,7 Millionen Euro umgebaut werden. Mehr Einzelzimmer, kürzere Wege sowie ein Raum für Patienten- und Angehörigengespräche sind vorgesehen. Die Arbeiten sollen im Dezember 2018 beginnen.

23 Jahre ist es her, dass die Intensivstation mit dem Betrieb begann. Die Schön-Klinik hatte das frühere Kreiskrankenhaus 1993 übernommen. Seitdem ist die Zahl der Mitarbeiter auf rund 1000 gewachsen. Zudem wurde das Gebäude bereits mehrfach erweitert.

Vervierfachung der Einzelzimmer

Am deutlichsten dürften die rund 2500 Patienten, die im Jahr auf der Intensivstation liegen, die räumliche Veränderung spüren. Statt wie bislang zwei soll es in Zukunft acht Einzelzimmer geben. Die Zahl der Betten wird unverändert bei 20 liegen. „Jedoch werden wir so umbauen, dass wir bei Bedarf um vier Betten erweitern können“, sagt Beutin. Ebenfalls verändert werden soll der Wartebereich.

Derzeit gebe es lediglich ein paar Stühle in einem Flur. Ein Raum mit etwas mehr Ruhe sei das Ziel.

Ganz nah dran an den Umbauplänen ist auch Merle Löding vom Projektmanagement. Sie betonte, dass die Intensivstation seit mehr als 20 Jahren in Betrieb sei. Durch ein Verlegen von Büros und Abteilungen innerhalb des Gebäudes sei es möglich, die Fläche der Intensivstation von 500 auf 800 Quadratmeter zu erweitern.

Für Dr. Denis Fauter, Chefarzt der Anästhesie, steht die Verbesserung der Patientenunterbringung im Fokus. Dazu gehöre auch eine Modernisierung der technischen Ausstattung. Dies trage letztendlich zu den hohen Kosten bei. Neben dem Erfüllen von Brandschutzauflagen müssten Elektroleitungen und Wasserrohre ausgetauscht sowie die Patientenüberwachung erneuert werden. Trotz der anstehenden Arbeiten soll die Intensivstation auch während der einjährigen Bauphase betrieben werden. „Wir werden keine Betten für die Notfallversorgung abmelden“, versichert Dirk Beutin.

Kampf um

Mitarbeiter

Doch nicht nur Patienten sollen sich in Zukunft wohler fühlen, sondern auch die Mitarbeiter. Deshalb erhalten sie größere und hellere Räume. Notwendig ist dies insbesondere im Bereich Labor. Wo Blut und weitere Körperflüssigkeiten analysiert werden, sorgen diverse Geräte für Lärm und Hitze. Nach dem Umbau soll es nicht nur 40 Quadratmeter mehr Platz, sondern auch eine entsprechende Klimatisierung geben.

Zudem geht es bei dem Umbau innerhalb der Klinik auch um das Halten und Gewinnen von Mitarbeitern. „Die Konkurrenz ist ein ganz wesentlicher Punkt“, so Dirk Beutin. Kein Wunder: Erst im vergangenen September hatte die Oldenburger Sana-Klinik eine neue Intensivstation in Betrieb genommen. Dort stehen nun auf mehr als 800 Quadratmetern 13 Behandlungszimmer mit insgesamt 16 statt bisher elf Betten bereit.

Sebastian Rosenkötter

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