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Ostholstein Minister Buchholz verkündet Aus für die Bäderbahn
Lokales Ostholstein Minister Buchholz verkündet Aus für die Bäderbahn
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17:33 03.11.2017
Ein Auslaufmodell: die Bäderbahn zwischen Bad Schwartau und Neustadt. Quelle: Archivfoto: Latzel
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Oldenburg/Neustadt

Dies sei das Resultat der externen Prüfungen. Dennoch solle ein Ersatzverkehr eingerichtet werden. Bei der Konferenz stellten die Kommunen nochmals ihre Forderungen wie zum Thema übergesetzlicher Lärmschutz oder auch für Bahnübergänge heraus. Der direkte Draht nach Kiel wurde genutzt. Im Zentrum standen hierbei Lärmschutz in Bad Schwartau, der heiß diskutierte Bahnübergang in Göhl sowie Standorte von neuen Haltestellen wie etwa der gemeinsame für die Gemeinden Ratekau und Timmendorfer Strand.

Projektbeiratssprecher Thomas Keller verdeutlichte die Dimension des Projektes mit ihren Auswirkungen: „Allein im Bereich Ratekau fahren künftig täglich 200 Züge.“ 78 Güterzüge (23 nachts), 28 Fern- und 94 Nahverkehrszüge. Gegner des Projekts hatten mit Transparenten und 60 blauen Protest-Kreuzen auf sich aufmerksam gemacht. 

 „Unsere Experten sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Fortbestand der eingleisigen und nicht elektrifizierten Strecke nicht wirtschaftlich ist und zudem kaum Ansatzpunkte für ein innovatives Verkehrskonzept für einen modernen Tourismusstandort liefert“, sagte Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) am Freitag. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Prüfung eines Erhalts der Bäderbahn zwischen Lübeck und Neustadt sei jetzt abgeschlossen.

Ziel der Landesregierung sei es, den Eisenbahnverkehr auf der neuen Trasse zu bündeln und eine „Durchbindung“ von Zügen von Neustadt bis Hamburg zu ermöglichen, sagte Buchholz. Er habe die Nahverkehrsgesellschaft NAH.SH gebeten, alternative Konzepte für die Verknüpfung des künftigen Bahnangebots auf der neuen Trasse mit den Verkehrsbedürfnissen der Touristen und Bewohner der Region zu suchen. Als Beispiele nannte Buchholz den Einsatz neuer Doppeldecker-Busse und Versuchsstrecken mit autonom fahrenden Fahrzeugen.

pm

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