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Ostholstein Minister will Silhouette des Wahrzeichens am Sund retten
Lokales Ostholstein Minister will Silhouette des Wahrzeichens am Sund retten
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23:31 07.03.2018
Wahrzeichen: Die Kleiderbügel-Silhouette soll bleiben, selbst wenn die alte Brücke abgerissen wird. Quelle: Fotos: Jörg Kreiser (hfr), Schwennsen
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Fehmarn

Dabei fällt die Vorentscheidung erst im Frühjahr 2019, wenn die Bahn ihre Vorzugsvariante festlegt. Auch eine Tunnel- oder Zwei-Brücken-Lösung sind bis dahin noch im Spiel, betonte Buchholz gestern im Burger Rathaus. In Berlin hat er sich erst vor wenigen Tagen mit den anderen Vorhabenträgern über eine „Planungsbeschleunigung“ verständigt. Vorstellbar wäre, dass danach die DB federführend die weiteren Schritte vorantreibt.

Beim Belttunnel drückt das Land aufs Tempo. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) plant Klagen von Umweltverbänden ein, „doch 2022 könnte es losgehen“. Am Sund favorisiert er eine Multifunktionsbrücke mit der Silhouette des Wahrzeichens, notfalls nach Abriss der alten Brücke.

Ministerflut

Elf Minister für Wirtschaft und Verkehr haben seit 1988 die Belt- Debatte von Kiel aus begleitet.

Im Bund waren es sogar zwölf Minister, der 13. tritt in Kürze sein Amt an. Dänische Trafikminister gab es in dieser Zeit 18.

Brücke auch für Fußgänger und Radfahrer

Dies hänge aber davon ab, wie weit die alte und eine eventuelle zweite Brücke auseinanderliegen. Das habe Auswirkungen auf die Linienführung von Schiene, Straße und Wegen für den langsamen Verkehr.

Buchholz selbst würde am liebsten eine Brücke sehen, die alles aufnimmt, auch Fußgänger und Radfahrer: „Ich könnte mir eine Multifunktionsbrücke vorstellen.“

Statik, Windanfälligkeit oder Lärmschutz seien weitere entscheidende Gradmesser für die künftige Lösung. Auch aus touristischer Sicht ist Buchholz für eine Bewahrung der Silhouette des bisherigen Wahrzeichens: „Das muss aber nicht die alte Brücke von 1963 sein. An dem einen oder anderen Drahtseil hängt nicht das Herz der Menschen.“ Es könnte auch ein Neubau mit alter Silhouette entstehen.

Fehmarn hat lange

auf Minister gewartet

Lange haben die fehmarnsche Politik und Verwaltung auf den Kieler Minister warten müssen. Dabei war er schon dreimal auf der Insel: bei der Freigabe eines Abschnittes der K 43, im FDP-Wahlkampf sowie zu Gesprächen mit Femern A/S, Scandlines und „Beltrettern“. Doch die Stadt Fehmarn fühlte sich – so klagte wiederholt Bürgermeister Jörg Weber (SPD) – als vom Bau des festen Querung hauptbetroffene Region bislang vom Verkehrsminister alleingelassen. Bis gestern.

Buchholz kritisiert

die „Beltretter“

Buchholz sprach Klartext – und strahlte mit Blick auf die feste Beltquerung Optimismus aus. Dabei musste er im Rathaus auch Kritik von Tunnelgegnern einstecken. Er konterte: „Die Baustellen-Simulation der ,Beltretter’ entspricht nicht der Realität und sie fördert auch nicht unbedingt den Tourismus.“

Wichtig aus Inselsicht: Buchholz hält die Zusage seines Vorgängers Reinhard Meyer (SPD) ein. Das Land übernimmt 75 Prozent der Kosten von einer halben Million Euro für eine Behelfsbrücke in Höhe Amalienhof, damit es beim Ausbau der B 207 vor Burg nicht zum Verkehrsinfarkt kommt. Bahn und Scandlines teilen sich den Rest. Und im Streit mit der Reederei um eine gleichberechtigte Anbindung zum Fährhafen gäbe es inzwischen eine „sehr weite Annäherung“.

Gerd-J. Schwennsen

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