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Ostholstein Minus im Ahrensböker Etat niedriger als erwartet
Lokales Ostholstein Minus im Ahrensböker Etat niedriger als erwartet
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21:15 27.01.2016

Die Erhöhung der Hundesteuer in der Gemeinde Ahrensbök soll auf den 1. Januar 2017 verschoben werden. Dafür stimmten am Dienstagabend die Mitglieder des Hauptausschusses. Bis dahin soll die Verwaltung die Kontrollen verstärken und die Ausgabe von Hundemarken organisieren.

Derzeit beträgt die Hundesteuer in der Gemeinde 60 Euro für den ersten Hund, 90 Euro für den zweiten und 120 Euro für jeden weiteren Hund. Ab 2017 soll sie sich auf 78 Euro für den ersten Hund, 108 Euro für den zweiten und 144 Euro für jeden weiteren Hund belaufen.

Gemeldet sind in Ahrensbök und den dazugehörigen Dorfschaften derzeit 766 Hunde. „Die Dunkelziffer soll erheblich sein“, meinte der Vorsitzende des Hauptausschusses, Klaus-Dieter Gruber (CDU).

Angekündigt wurde deshalb eine „offensive Kontrolle" in diesem Jahr, um bislang nicht gemeldete Hunde zu erfassen.

Bei der Diskussion über die Zustimmung zum Haushalt 2016 waren dann für Ahrensböker Verhältnisse ungewohnt scharfe Töne zu hören. Nach aktuellen Planungen liegt das Minus im Verwaltungshaushalt für 2016 bei knapp 406000 Euro — inklusive des Defizits aus dem Vorjahr. Ursprünglich waren die Kommunalpolitiker von einem wesentlich höheren Minus für 2015 ausgegangen, die Verwaltung hatte vorliegende Berechnungen aber korrigiert. Carsten Wulf (FWG) kritisierte dieses „Hin und Her", Burkhard Jürß (SPD) schlug vor, künftig „mehr Licht ins Dunkel zu bringen". Der Ausschuss-Vorsitzende Gruber verwies darauf, dass die Leitung des Bereichs Finanzen gewechselt habe und mahnte, keinen „Kleinkrieg" gegen die Verwaltung zu führen — „das bringt uns nicht weiter".

Für Ärger sorgten auch Nachfragen von Jens von Levern (FWG) bezüglich des Förderantrags für die Sanierung der Arnesboken-Halle. Darüber sei bereits vor einem Vierteljahr diskutiert worden, beschied ihm Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos), „mit diesen Fragen hätten Sie rechtzeitig kommen müssen". Wulf hielt dem Bürgermeister vor, dass sich seit Zimmermanns Amtsantritt die Verschuldung der Gemeinde verdreifacht habe. Dafür gab es heftigen Gegenwind: Karin Beythien (SPD) betonte, dass der Haushalt stets eine Gemeinschaftsentscheidung von Verwaltung und Gemeindevertretung sei. „Wenn Sie die Verschuldungssituation personalisieren wollen, sind Sie in der Kommunalpolitik am verkehrten Platz", wehrte sich Zimmermann gegen Wulf. Schließlich votierten die Hauptausschuss-Mitglieder gegen die Stimmen der FWG für den Haushalt. Endgültig verabschiedet werden muss dieser allerdings von den Gemeindevertretern während ihrer nächsten Sitzung am Dienstag, 16. Februar (18 Uhr, Bürgerhaus).

Sabine Latzel

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