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Ostholstein Mit Gebrüll über 34 Hindernisse
Lokales Ostholstein Mit Gebrüll über 34 Hindernisse
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12:09 18.09.2016
7000 Hindernisläufer am gestrigen Sonnabend bei den „Xletix“ in Grömitz Quelle: Marc Hoffmann
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Grömitz

„Exxx“ ruft Moderator „Big Moe“ in die Menge, „Letix“ schallt es aus 400 Kehlen zurück, während die Teilnehmer ein Kreuz mit kräftig angespannten Armen formen. Gut aufgewärmt ist diese „Welle“ bereit für den Start. Mit Countdown und Dampfmaschine machen sich die Teilnehmer bereit, rücken Sportklamotten oder Kostüme zurecht.

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Am Sonnabend starteten die XLetix in Grömitz.

Je nach gewählter Distanz geht es für die insgesamt 7000 Starter beim „Xletix“-Hindernislauf der gleichnamigen Veranstaltungsfirma in Grömitz gestern über gut sechs, zwölf oder mehr als 18 Kilometer quer durch den Ort und den Strand rauf und runter. Bereits wenige Meter nach dem Start werden die Teilnehmer nass, müssen durch einen Wassergraben. Der ist aber noch eines der leichteren Hindernisse, von denen auf der Langdistanz 34 auf die Sportler warten. Die Seebrücke kann nur aus den Fluten an einem Netz erklommen werden, bevor es am Brückenkopf rücklings durch ein mit Gittern abgedecktes Wasserbad geht. Während sich die Schlangen vor den Hindernissen als Verschnaufpause anbieten, nutzen andere sie für eine kleine Fotosession mit Freunden.

Die Masse der Teilnehmer kommt aus Norddeutschland und ist zwischen Mitte 20 und 30. Dabei sind jedoch auch einige Urlauber, Ältere und sogar ein Team aus Kanada. „Ich habe aber keine Ahnung, ob die sowieso in Deutschland waren oder extra dafür angereist sind“, muss Organisator Jannis Bandorski zugeben. Vertreten sind ernsthafte Sport-Cracks in Leibchen der Vorjahre genauso wie Spaß-Teams wie die Gruppe „Sumpfkuh“ aus Ostwestfalen. Sie gingen mit Namen wie „Bin Fladen“ und „King Kuhl“ an den Start. Zum Trainigsplan befragt, kam nur ein herzliches Lachen auf, bevor „Muh Vieh“ Yvonne Sponholz (31) sagte: „Wir haben einen Kasten Bier getrunken und beim Deichspaziergang viel ,gegrast’“. Etwas ernsthafter in den Wettkampf gegangen sind Madlen Schuhmacher und ihre Kollegen: „Wir sind im Fitnessstudio dafür begeistert worden.“ Sie hätten Ausdauer und Kraft gestärkt und sich den Trainigsplan auf der Website angeschaut. „Nach dem ,Freak Froster’ mit eiskaltem Wasser habe ich trotzdem kurz Sterne gesehen.“ Anstrengendstes Hindernis sei die „Halfpipe“ gewesen. „Es war total schwer, im Sand schnell genug zu werden, um da hochrennen zu können“, so die 23-jährige Freundin Kim Kluwe.

„Die kurze Distanz ist für Anfänger gedacht, die einfach mal sehen wollen, wie so ein Rennen abläuft“, sagt Organisator Jannis Bandorski. Die mittlere Strecke erfordere schon regelmäßiges Training, während die Langdistanz nur für ambitionierte Sportler machbar sei, die sich und ihren Körper an die Grenzen bringen wollten. „Auf der Strecke sind nicht nur die meisten, sondern auch die schwierigsten Hindernisse“, so der „Xletix“- Geschäftsführer. Verletzte gebe es zum Glück nur selten. „Zu Schürfwunden und umgeknickten Beinen kann es aber schon kommen“, mehr sei jedoch nie passiert.

„Während ich mich beim Start gefragt habe, warum ich mir das antue, würde ich mich jetzt am liebsten sofort wieder anmelden“, bestätigt Madlen Schumacher bei einem isotonischen Weißbier die Faszination.

• Mehr Bilder unter www.LN-online.de/Fotos

 Marc R. Hofmann

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