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Ostholstein Mit Kanonenschlägen zum Höhepunkt der Schützensaison
Lokales Ostholstein Mit Kanonenschlägen zum Höhepunkt der Schützensaison
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20:22 28.05.2016
In Formation am Hafen: Brüder der Neustädter und benachbarter Schützengilden beim Umzug anlässlich des Vogelschießens. Quelle: Fotos: Marc Hofmann (3)

Mit drei Kanonenschlägen wurden die Neustädter Schützengilde von 1244 e.V. beim Einzug auf ihren Schützenhof begrüßt. Beim Umzug mit dabei: Brüder benachbarter Schützengilden aus Grömitz und Lensahn, musikalisch begleitet vom Spielmanns- und Fanfarenzug Neustadt, der Feuerwehrkapelle aus Grömitz und der „Holsteiner Hornmusik“ aus der Schlossstadt Ahrensburg. Dabei sorgte ein Löschboot der Feuerwehr Neustadt für eine leichte Abkühlung: Ein leichter Sprühnebel der Fontäne reichte bis hinüber zu den bei strahlender Sonne und in vollem Ornat über die Schiffbrücke marschierenden Schützen Am Schützenhaus angekommen, gab es nur einen Tagesordnungspunkt: Ehrungen, „bevor es ans Feiern geht“, erklärte Dr. Ralf Stolley, 1. Ältermann der Gilde. Unter den ausgezeichneten: Das langjährige Vereinsmitglied Albert Haase, der praktischerweise schon neben ihm stand und nicht erst vorzutreten brauchte.

Albert Haase hielt die Vaterländische Rede: Gilde als Bewahrer und Beschützer des Brauchtums – Tradition müsse auch nachvollziehbar bleiben.

„Erst die Ehrungen, dann die feier.“ Dr. Ralf Stolley, 1. Ältermann

Bei der Begrüßung der Gäste durch den Ältermann saß neben Landrat Reinhard Sager (CDU), Bundestagsmitglied Ingo Gädechens (CDU) und Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) auch Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) neben dem amtierenden Königspaar Detlef Scheel und Steffi Deutschmann. Er beging seinen 72. Geburtstag und wurde mit einem kurzen Ständchen der stehenden Anwesenden geehrt.

Haase, in diesem Jahr auch für die Vaterländische Rede zuständig, begann noch sichtlich gerührt: „Ich habe diese Rede bereits vor 30 Jahren gehalten, damals als Vertreter der jüngeren Generation.“

Bis heute sei ihm wichtig, mit der Gilde der Zeit nicht hinterherzulaufen. Gegründet mit dem Ziel, zu „beschützen und zu bewahren“, sei die Gilde bis heute Bewahrerin des Brauchtums geblieben. Der Erhalt des traditionellen Liedguts und der plattdeutschen Sprache lägen ihr besonders am Herzen. Aber „Tradition muss auch nachvollziehbar bleiben“, so das Ehrenmitglied. Mit Blick auf den anstehenden Höhepunkt der Feierlichkeiten, das Schießen um den Königsthron, riet Haase dem künftigen König, „trinke jeden Tag aus Deinem Silberbecher. Was, ist egal. Biete ihn Deinen Gästen an und werbe so für unsere Schützengilde“, so der Silberwart und Siegelbewahrer.

Bürgermeisterin Batscheider lobte in ihren Grußworten das Engagement der Gilde für die Überlieferung der Stadtgeschichte, bevor sie die Aussichten des Hafens ansprach, der zukünftig Freizeitaktivitäten und der Erholung von Bevölkerung und Gästen dienen solle.

Im Anschluss wurden neben den trockenen Hälsen auch die hungrigen Mäuler der Gäste versorgt, um frisch gestärkt noch die Grußworte von Landrat Sager und den Abordnungen der angereisten Gilden entgegenzunehmen, bevor es mit dem Schießen zur Auswahl des neuen Königspaares gehen konnte. Den ersten Schuss nahm seine Majestät Detlef Scheel vor, der amtierende Schützenkönig.

Wer gestern neuer Schützenkönig geworden ist, lesen Sie am Dienstag in Ihren LN.

Marc R. Hofmann

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