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Ostholstein Mit Sack und Pack in die „Alma“: Kieckbusch-Kita zieht um
Lokales Ostholstein Mit Sack und Pack in die „Alma“: Kieckbusch-Kita zieht um
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09:51 14.07.2016
Der Weg ist nicht weit, es geht quasi nur über die Straße: Im Altbau des Förderzentrums in der Albert-Mahlstedt-Schule („Alma“) sind die Räume hergerichtet, in denen es sich die drei Kindergartengruppen und die Krippenkinder gemütlich machen werden. Quelle: Astrid Jabs

„Wer nimmt den Radlader, wer den Schneeschieber?“ Zu tragen gibt es genug in dieser Umzugswoche, und natürlich muss auch das Spielzeug mit, wenn die Gruppen des „Bischof-Wilhelm-Kieckbusch“-Kindergartens für voraussichtlich ein Jahr das Dach über dem Kopf wechseln.

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Für ein Jahr geht es in das Förderzentrum, danach wartet der Neubau.

„Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“Kindergarten-Leiterin Christiane Hoyer

Seit einiger Zeit schon wird sortiert und gepackt. Auf einem Flohmarkt wurde verkauft, was im neuen Kindergarten nicht mehr gebraucht wird, große Teile werden eingelagert. Für die Kinder ist das aufregend, für die Erzieherinnen nicht minder, und anstrengend ist es natürlich für alle – selbst für die Eltern, soweit sie sich bereit erklären, mit anzupacken.

Der Weg ist nicht weit, es geht quasi nur über die Straße: Im Altbau des Förderzentrums in der Albert-Mahlstedt-Schule („Alma“) sind die Räume hergerichtet, in denen es sich die drei Kindergartengruppen und die Krippenkinder gemütlich machen werden. Alles ist vorbereitet, die Toiletten sind nagelneu, die Wände gestrichen, ein Kinderhandlauf ist montiert. „Hier ist es schön“, urteilt Ben-Luca nach der ersten Besichtigung.

Noch schöner soll der Neubau werden. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das Intermezzo im Förderzentrum ein Jahr währen. Dann soll am alten Standort im Dr.-Wittern-Gang ein modernes Kindergartengebäude stehen. Der verwinkelte alte Bau ist in die Jahre gekommen: Die Elektrik, die sanitären Anlagen – alles ist sanierungsbedürftig, vom energetischen Faktor ganz zu schweigen.

Trotzdem mischt sich in die Vorfreude natürlich auch eine gehörige Portion Wehmut. „Wir gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagt Christiane Hoyer, Leiterin der Einrichtung. Seit immerhin 14 Jahren ist der „alte“ Kieckbusch-Kindergarten ihr berufliches Zuhause.

Der Einzug in die neue Kita im nächsten Herbst wird auch strukturell einen Neuanfang markieren. Denn dann wird der Kindergartenstandort im Ebereschenweg aufgegeben, und die beiden dort untergebrachten Gruppen kommen mit ihren vier Erzieherinnen mit in das neue Haus. 105 Plätze wird der Kindergarten dann bieten, eine Mensa wird es geben und einen Extraraum für jede Gruppe, so dass individuelle Betreuung noch besser zu organisieren sein wird. So viel Neubeginn ist dann auch der richtige Zeitpunkt für die Neubenennung des Kindergartens.

Wie er heißen wird, entscheiden Kinder, Erzieher und Eltern gemeinsam – Stichwort Partizipation. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt geht es um Anderes. Und in der nächsten Woche wird in der leergeräumten Kita das Sommerfest gefeiert. Motto in diesem Jahr: „Und Tschüß!“. Es gilt nicht nur den Schulkindern.

 Astrid Jabs

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