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Süsel Mit Tempo durchs Gelände

„Triathlon zu Pferde“: Das Vielseitigkeitsturnier in Süsel ist eine Herausforderung für Reiter und ihre Tiere.

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Vielseitigkeitsturnier des Pferdesport- und Fördervereins Süseler Baum im Reiterpark Max Habel. Stil-Geländeritt Klasse E (einfach): Sina Mordhorst vom Turnier-Team Stall Neumann auf „Barilla“.

Quelle: Fotos: Susanne Peyronnet

Süsel. Max Habel war von 1968 bis 1980 Bundestrainer der „Buschreiter“. Der Pferdesport- und Förderverein Süseler Baum hat seinen Reiterpark nach ihm benannt. Dort trug der Verein am Wochenende sein Sommer-Geländeturnier aus, zu dem Reiter und Pferde aus der weiteren Umgebung anreisten. Schließlich liegt nicht hinter jeder Ecke ein Vielseitigkeits-Parcours, und so lockt der Reiterpark sogar Reiter aus Hamburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern an.

LN-Bild

„Triathlon zu Pferde“ – Vielseitigkeitsturnier in Süsel Herausforderung für Reiter und ihre Tiere.

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30 Aktive absolvierten nach Angaben des Vorsitzenden Burkhard Beck-Broichsitter am Wochenende die diversen Prüfungen. Früher hieß diese Disziplin offiziell Military, heute trägt sie den Namen Vielseitigkeitsreiterei. Sie setzt sich aus Dressur, Springen und Geländeritt zusammen. In der ehemaligen Kieskuhle am Süseler Baum bietet der Reiterpark Max Habel acht Hektar Turnierfläche und noch einmal acht Hektar Galopprennbahn. Manches davon ist neu, und so konnten diesmal alle drei Prüfungsteile erstmals im Reiterpark absolviert werden. Bisher wichen die Vielseitigkeitsreiter für Dressur und Springen auf den Platz des Ostholsteinischen Reitervereins in Eutin aus.

Wenn alles an einem Ort stattfindet, so der Verein, ist es für die Zuschauer attraktiver. Tatsächlich kann man als Zuschauer kaum mehr Pferdesport an einer Stelle sehen, als wenn man bei der Vielseitigkeit zuschaut. Das überwiegend fachkundige Publikum erlebte spannende Wettbewerbe, vor allem auf der Geländestrecke. Das die angesichts dicht belaubter Bäume nicht immer einsehbar ist und das Überwinden manches Sprunges im Verborgenen blieb, war nicht so schlimm. Ausführliche Bewertungen der einzelnen Ritte über Lautsprecher, bis hin zur Qualität der Hilfengebung und dem Sitz des Reiters, rundeten das Erlebnis für die Zuschauer ab.

Dass es Geländestrecken in sich haben, musste mancher Reiter, manche Reiterin – es starteten fast ausschließlich Frauen – erfahren. So manches Team aus Reiterin und Pferd schied wegen Verweigerung aus, auch den einen oder anderen Sturz gab es. Überwiegend sahen die Zuschauer aber gute Leistungen auf Strecken, die ihre Herausforderungen haben. Mehr als ein Kilometer im Galopp bergab und bergauf, um die 15 feste Sprünge, Wassergraben und Teich – die Vielseitigkeitsreiterei ist nichts für schwache Nerven. Der Verein nennt es „Triathlon zu Pferde“. Eine Disziplin, an der auch die Pferde ihre Freude haben, wenn sie gut trainiert sind.

Im Reiterpark Max Habel ist nach dem Wochenende wieder Ruhe eingekehrt. Das Gelände steht gegen eine Gebühr allen Reitern offen (dienstags und donnerstags von 17 bis 19 Uhr, sonntags von 9.30 bis 12 Uhr). Zur Verfügung stehen außerdem zwei Reit- und Fahrplätze.

• Weitere Informationen unter www.reiterpark-maxhabel.de

Neuer Kreismeister in der Vielseitigkeit

Falk Stankus vom PSFV Süseler Baum lag nach drei Prüfungen mit der fünfjährigen Holsteiner Stute „Delight“ von Cassilano – Quite Capitol vorn. Der neue Kreismeister, der in Altenkrempe einen Ausbildungsbetrieb für Pferde betreibt und auf dem Dressurviereck bis zur höchsten Klasse erfolgreich war, ritt mit der erst fünfjährigen Trakehner Stute „Beauvais“ ein weiteres junges Pferd in die Platzierung. Den Silberrang eroberte Eileen Kaphengst von der RG Holsteinische Schweiz mit der 14-jährigen Holsteiner Stute „Ricarda 280“. Bronze ging an Annika Lorenzen

(RFV Lensahn) auf „Cristall 6“. Bei der Kombinierten Prüfung Kl. E, siegte nach Dressur, Springen und Geländestrecke Berenike Lucius mit „Wineta 3“ vor Nina Kristin Söhrmann (Reit- u. Fahrverein Bordesholm) mit „Butscher“.

 Susanne Peyronnet

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